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Kryptowährung als ZahlungsmittelZuger Steuerpflichtige können künftig mit Bitcoin bezahlen

Zug akzeptiert ab 2021 als erster Kanton digitales Geld zur Begleichung von Steuern. Dem Fiskus können Beträge bis 100’000 Franken digital überwiesen werden. Ein Währungsrisiko bestehe nicht.

Zusammen mit der Firma Bitcoin Suisse ermöglicht der Kanton Zug, Steuern per Cryptowährung zu bezahlen.
Zusammen mit der Firma Bitcoin Suisse ermöglicht der Kanton Zug, Steuern per Cryptowährung zu bezahlen.
Foto: Petra Orosz (Keystone)

Beträge bis zu 100'000 Franken können mit den Cryptowährungen Bitcoin oder Ether beglichen werden. Der Kanton geht dabei laut der Finanzdirektion kein Währungsrisiko ein.

Auch grössere Schwankungen im Krypto-Wechselkurs hätten keinen Einfluss auf die geleistete Zahlung, da man den Betrag immer in Schweizer Franken erhalte, wird Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Mit dem neuen Angebot wolle man den Einsatz von Kryptowährungen im Alltag fördern und vereinfachen, Zug beheimate nämlich überdurchschnittlich viele Unternehmen aus der Krypto-Branche.

Und eines dieser Unternehmen ist es denn auch, das die Zahlungslösung für die Steuerbegleichung mit Kryptowährungen ermöglicht. Der Kanton arbeitet dafür mit dem seit 2013 in Zug ansässigen Krypto-Finanzdienstleistungsunternehmen Bitcoin Suisse zusammen. Laut dem Kanton war Bitcoin Suisse eine treibende Kraft bei der Entwicklung des «Crypto Valleys» und der «Crypto Nation Switzerland».

Wer seine Steuerrechnung in Kryptowährung bezahlen will, teilt das der Zuger Steuerverwaltung mit und erhält danach den dafür notwendigen QR-Code. Die Methode steht sowohl Gesellschaften als auch Privatpersonen bis zu einem Forderungsbetrag von 100'000 Franken offen. Teilzahlungen werden nicht akzeptiert. In den kommenden Wochen führt der Kanton einen Pilotversuch durch.

In Zug und Zermatt bereits in Betrieb

Die Stadt Zug ist bereits einen Schritt weiter und akzeptiert Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Steuern. 2016 hatte sie als erste Stadt der Schweiz zudem Zahlungen mit Bitcoins für bestimmte Amtsdienstleistungen eingeführt.

Auf Gemeindeebene können Steuerpflichtige auch in Zermatt VS seit Anfang Jahr ihren Steuerverpflichtungen mit Bitcoin nachkommen (wir berichteten). Bitcoin Suisse hat dazu ein Zahlungsterminal im Gemeindehaus Zermatt installiert, an dem Steuerpflichtigen die Gemeindesteuern mit Bitcoins bezahlen können. Bitcoin Suisse tausche die Bitcoins in Schweizer Franken zurück und überweise den Betrag auf das Bankkonto der Gemeinde.

SDA/step

4 Kommentare
    Karl Suter

    Ist das nicht schon seit 2019 so?