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Autofahrer steckten stundenlang auf der A51 fest

Bauarbeiten auf der A51 haben zwischen Bülach und Kloten für kilometerlangen Stau und viel Frust bei den Betroffenen gesorgt.

Verkehrschaos auf der A51: Einige Reisende verlassen das Auto und begeben sich zu Fuss zum Flughafen. (Video: Leser-Reporter)

Seit Samstagmorgen ist die A51 zwischen Bülach und Kloten in Richtung Zürich wegen einer Belagserneuerung gesperrt. Trotz Vorwarnung der Kantonspolizei Zürich hat sich ein kilometerlanger Stau gebildet.

Nachdem bereits einige aufgebrachte Autofahrerinnen und Autofahrer ihren Unmut ob der Verkehrssituation auf sozialen Medien geäussert haben, hat die Polizei mit zusätzlichem Personal vor Ort zur Unterstützung reagiert. Zudem habe man per Signalisation den Verkehr frühzeitig von der Autobahn gelenkt, so Kapo-Sprecher Ralph Hirt. Offenbar hätten viele Betroffene die Mitteilungen auf Twitter und in den lokalen Medien über die Sperrung nicht mitbekommen.

Tatsächlich wurden Hunderte Verkehrsteilnehmer von der Vollsperrung überrascht. Man hätte meinen können, es sei Sommerferienzeit und man befinde sich vor dem Gotthardtunnel: Leute hätten neben ihren Autos Zigaretten geraucht, Mütter sind mit ihren Kleinkindern spazieren gegangen, beschreibt eine Betroffene die für diesen Strassenabschnitt ungewöhnliche Situation. Einige steckengebliebenen Autofahrer verrichteten sogar ihre Notdurft an der A51, wie sie beobachten musste. Sie selbst habe über zwei Stunden im Stau ausharren müssen.

Wie Bilder von weiteren Betroffenen zeigen, haben einige Reisende sogar das Auto verlassen und sich zu Fuss auf den Weg zum Flughafen gemacht. Sehr zum Unmut von Kapo-Sprecher Hirt: «Es ist lebensgefährlich, auf der Autobahn zu Fuss unterwegs zu sein – und auch verboten.»

Heftig kritisiert wird von einigen Autofahrern die ungenügende Signalisation. Beim Kreisel Hardwald bei Bülach sei beispielsweise lediglich signalisiert gewesen, dass es bis am 16. September zu erschwerter Verkehrssituation käme. Niemand konnte ahnen, dass man als Verkehrsteilnehmer gleich mehrere Stunden im Stau ausharren muss. Selbst Personen, die diese Strecke täglich fahren, stellen den zuständigen Behörden punkto Signalisation ein ungenügendes Zeugnis aus. Tausende Autos seien so auf die A51 gelenkt worden, bis die Auffahrt letztlich gesperrt wurde.

Mega-Stau auf der A51:

Verkehrschaos auf der A51: Nichts geht mehr zwischen Bülach und Kloten.
Verkehrschaos auf der A51: Nichts geht mehr zwischen Bülach und Kloten.
Leserreporter
Seit Samstagmorgen ist die A51 in Richtung Zürich wegen einer Belagserneuerung gesperrt.
Seit Samstagmorgen ist die A51 in Richtung Zürich wegen einer Belagserneuerung gesperrt.
TCS
Einige Reisende verlassen das Auto und begeben sich zu Fuss zum Flughafen.
Einige Reisende verlassen das Auto und begeben sich zu Fuss zum Flughafen.
Leserreporter
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Die Fäden für die Planung der Umleitung laufen beim Bundesamt für Strassen (Astra) zusammen. Wie Astra-Sprecher Stefan Hauser auf Anfrage erklärte, sei eine Vollsperrung der A51 in Fahrrichtung Zürich von der Auffahrt Kloten Nord bis Kloten Süd geplant gewesen. Dazu sei eine Umleitung signalisiert worden, die den Verkehr bei Kloten Nord ab der Autobahn über den Rüebisbachkreisel, die Kreuzung Bülacher-/Lufingerstrasse und die Kreuzung Wilder Mann nach Kloten Süd zurück auf die A51 geführt habe.

Zudem seien am Samstag zusätzliche Massnahmen getroffen worden. So habe die Verkehrsmanagementzentrale VMZ die Wechseltextanzeigen auf den Autobahnen bespielt, um die Verkehrsteilnehmenden über die Verkehrssituation im betroffenen Abschnitt zu informieren. Auch seien die Verkehrsteilnehmer durch viasuisse und die Verkehrsnachrichten auf diversen Radiokanälen laufend auf die Stausituation hingewiesen worden, teilt das Astra mit.

Am frühen Nachmittag hat sich der Stau weitgehend aufgelöst. Die A51 ist aber immer noch ab Bülach West bis Kloten Süd gesperrt. «Wir haben das ursprüngliche Verkehrskonzept dem hohen Verkehrsaufkommen angepasst und mehr Personal, unter anderem auch vom Verkehrszug der Feuerwehr, aufgeboten», so Kapo-Sprecher Hirt. So könne man den Verkehr sehr weiträumig umleiten.

Hirt rät Personen, die von Norden in Richtung Flughafen unterwegs sind, mehr Zeit einzuberechnen: «Es kann auch auf Nebenstrassen passieren, dass man kurzzeitig in einen Stau gerät.»

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