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FDP kritisiert SpitalplanungZürcher Gemeinderat genehmigt Objektkredit für Triemlispital

Mit der Verlegung der Gebärsäle im Triemlispital sollen Notfälle rascher behandelt werden können. Dafür werden rund 19 Millionen Franken investiert.

In den Turm des Zürcher Stadtspitals Triemli sollen Teile der Frauenklinik integriert werden.
In den Turm des Zürcher Stadtspitals Triemli sollen Teile der Frauenklinik integriert werden.
Foto: Keystone

Der markante Turm des Zürcher Stadtspitals Triemli hat schon 50 Jahre auf dem Buckel. In diesem Gebäude befindet sich unter anderem die Neonatologie. Da die Frauenklinik etwas abseits vom Turm liegt, führt dies bei Komplikationen zu langen Wegen zwischen Frauenklinik und Neonatologie.

Der Zürcher Gemeinderat bewilligte am Mittwochabend einen Objektkredit von 18'753'000 Franken. Mit dem Geld können die Gebärsäle von der Frauenklinik in den Sockel des Turms verlegt werden. Der Weg zur Neonatologie wird dadurch deutlich kürzer.

Die FDP nutzte den Antrag zu einer allgemeinen Kritik der Stadtzürcher Spitalplanung. Die vergangenen fünf Jahre fasste sie mit «Irrungen und Wirrungen» zusammen. Zu viele Planungsfehler seien in der Vergangenheit vorgefallen. Die SP ärgerte sich über diese Kritik. Der Antrag sei ein grosser Gewinn für die Wirtschaftlichkeit und die Patientinnen. Der Antrag wurde schliesslich ohne Gegenstimmen angenommen.

Bahnhof ohne Gleise

Mit dem Objektkredit soll nicht nur die Verlegung der Gebärsäle finanziert werden, sondern auch der Neubau eines Logistikbahnhofs. Dabei handelt es sich nicht um einen «Bahnhof» im engeren Sinn, sondern um eine unterirdische Anlage, die die verschiedenen Gebäude des Triemlispitals verbinden soll. Elektromobile sollen dabei die Waren zwischen der geplanten Reha-Klinik und dem Hauptgebäude transportieren können.

SDA