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Vor allem Gastgewerbe betroffenZürcher Arbeitsmarkt kommt mit blauem Auge davon

Die Zahl der Arbeitslosen dürfte zwar in den kommenden Monaten weiter leicht steigen, der Kanton rechnet aber nicht mit einer grossen Entlassungswelle.

Es hätte noch schlimmer kommen können: Die Arbeitslosenzahlen des Kantons Zürich sehen besser aus als befürchtet.
Es hätte noch schlimmer kommen können: Die Arbeitslosenzahlen des Kantons Zürich sehen besser aus als befürchtet.
Themenfoto: Keystone

Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Kanton Zürich 3,1 Prozent, ein ganzer Prozentpunkt höher als im Jahr 2019, wie das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (Awa) am Freitag mitteilte. Diese 3,1 Prozent entsprechen dem Schweizer Schnitt.

Vor allem das Zürcher Gastgewerbe litt bisher übermässig unter der Krise, weil die internationalen Städte- und Geschäftstouristen ausblieben. Die Arbeitslosenquote stieg in diesen Berufen denn auch von 4,2 Prozent im Jahr 2019 auf 8 Prozent. Im Schweizer Schnitt liegt die Arbeitslosenquote im Gastgewerbe «nur» bei 7,9 Prozent, weil andere Regionen weniger international ausgerichtet sind.

Kanton hofft auf Impf-Effekt

Pessimistisch ist das Awa aber nicht. Zu Beginn der Krise sei mit einer viel stärkeren Zunahme der Arbeitslosenzahlen gerechnet worden, teilte das Amt am Freitag mit. In den nächsten Monaten dürfte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt zwar kaum entspannen. Es sei mit einer weiteren, leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

Eine breite Entlassungswelle befürchtet das Awa aber nicht. Die Aussichten dürften sich im Frühling wieder aufhellen, sobald die Temperaturen wieder steigen. Wichtig sei aber, dass bis dann ein nennenswerter Teil der Bevölkerung geimpft sei.

SDA