So sieht der Überschall aus

Der Nasa ist es erstmals gelungen, Fotos von Stosswellen zweier Überschallflugzeuge zu machen.

Interagierende Stosswellen, durch die Nasa rot eingefärbt: Die Bilder wurden mit einer speziellen Hochgeschwindigkeitskamera gemacht.

Interagierende Stosswellen, durch die Nasa rot eingefärbt: Die Bilder wurden mit einer speziellen Hochgeschwindigkeitskamera gemacht. Bild: Nasa/AFP

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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat erstmals Fotos von interagierenden Stosswellen zweier Überschallflugzeuge aufgenommen.

Zwei T-38-Überschallmaschinen flogen dafür nur rund neun Meter unter einem anderen Flugzeug, das die Bilder mit einer speziellen Hochgeschwindigkeitskamera machte, wie die Nasa am Donnerstag mitteilte.

Von dem bahnbrechenden Experiment erhofft sich die Behörde einen praktischen Nutzen: Sie will herausfinden, wie Überschallflüge künftig ohne den ohrenbetäubende Knall beim Durchbrechen der Schallmauer möglich sind.

Lärmschutz

Die Nasa entwickelt derzeit ein Testmodell des Überschallflugzeugs X-59. Statt des lauten Knalls soll es beim Durchbrechen der Schallmauer nur noch ein Rumpeln erzeugen. Für die Entwicklung waren die Fotos nötig, die nun in einer Höhe von gut 9000 Metern über einem Nasa-Forschungszentrum im US-Bundesstaat Kalifornien ausgeführt wurden.

Die Bilder zeigten, wie sich Stosswellen verändern - je nachdem, wie weit die Flugzeuge voneinander entfernt waren, erklärte der Ingenieur Neal Smith in einem Beitrag für die Nasa-Webseite. «Diese Daten werden uns sehr dabei helfen, unser Verständnis der Interaktion dieser Stosswellen voranzubringen.»

Dabei soll es letzten Endes auch um Lärmschutz gehen. Der Knall beim Durchbrechen der Schallmauer hat zu scharfen Restriktionen für Überschallflüge in einigen Staaten geführt. So sperrten mehrere Länder und Städte ihren Luftraum für die inzwischen eingestellten Flüge der französisch-britischen Überschallmaschine Concorde. (sep/sda)

Erstellt: 08.03.2019, 15:29 Uhr

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