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Wieso stolpern Topmanager immer wieder über Liebesgeschichten?

Ex-Raiffeisen-Chef Gisel ist nicht allein: Viele Paare lernen sich am Arbeitsplatz kennen. Für CEOs gelten jedoch andere Regeln.

Auch das noch. Die Liebesgeschichte des abgetretenen Raiffeisen-Chefs Patrik Gisel mit einer ehemaligen Verwaltungs­rätin der Gruppe löst in der Wirtschaft ungläubiges Kopfschütteln aus. Es ist die letzte Anekdote in einer Reihe von Ungeschicktheiten, die sich der Ex-Chef der drittgrössten Schweizer Bank in den letzten Monaten geleistet hat. Zuerst lavierte Gisel in Zusammenhang mit seinem Verhältnis zu seinem gefallenen Ziehvater Pierin Vincenz. Dann realisierte er viel zu spät, dass er durch den Skandal um die Raiffeisen-Bank unhaltbar geworden ist. Und jetzt leistet er sich eine Liebesbeziehung mit einem Ex-Mitglied des Aufsichtsgremiums. Zwar schied Laurence de la Serna Mitte Juni aus dem Verwaltungsrat von Raiffeisen aus. Doch wie lange die Liaison schon dauerte, ist unklar. Es scheint, dass Gisel auch in dieser Causa zu spät die Karten auf den Tisch legte.

Er ist nicht der Einzige, der Kopf und Kragen für die Liebe riskiert. Erst im Juni musste Brian Krzanich, Chef des US-Chipherstellers Intel, den Posten räumen, weil er eine Affäre mit einer Mitarbeiterin hatte. Dasselbe Schicksal ereilte im Vorjahr Priceline-Chef Darren Huston. In den USA ist die «No dating»-Regel strikter als hier. Auch in der Schweiz lassen sich Wirtschaftsführer immer wieder auf Liebesgeschichten in der eigenen Firma ein.

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