Visana-Chef ist tot

Der Chef der Krankenkasse Visana, Urs Roth, ist am Montag gestorben. Er hat Suizid begangen.

Grosse Trauer beim Hauptsitz der Visana in Bern. (Archiv)

Grosse Trauer beim Hauptsitz der Visana in Bern. (Archiv) Bild: Peter Schneider/Keystone

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Urs Roth sei freiwillig aus dem Leben geschieden, teilte der Versicherungskonzern am Dienstag mit und sprach der Trauerfamilie sein herzliches Beileid aus.

Roth hatte Jahrgang 1960 und war seit 1995 für die Visana tätig. Zunächst übernahm der Fürsprecher beim Berner Versicherer verschiedene leitende Funktionen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Als Leiter des Ressorts Services war er dann Mitglied der Direktion und ab 2001 stellvertretender Vorsitzender der Direktion. Per September 2012 übernahm er den Vorsitz der Konzernleitung.

Den Vorsitz der Direktion wird nun laut der Mitteilung per sofort Valeria Trachsel, Urs Roths Stellvertreterin, übernehmen.

Eine der Grössten

Die Visana zählt zu den grössten Kranken- und Unfallversicherern der Schweiz. Insgesamt hat sie derzeit laut eigenen Angaben rund 827'000 Privatkunden, dabei über 615'000 in der Grundversicherung. Hinzu kämen über 13'000 Firmenkunden. Am Hauptsitz in Bern und in 100 Geschäftsstellen in der ganzen Schweiz beschäftigt die Gruppe rund 1'300 Mitarbeitende.

Das Prämienvolumen beträgt aktuell rund 3,3 Milliarden Franken. Beim Amtsantritt von Roth waren es rund 2,7 Milliarden gewesen. Laut Angaben des Schweizerischen Versicherungsverbands ist die Visana momentan hinter der Helsana, der Swica und der CSS die Nummer vier der Branche.

Urs Roth ist nicht der erste Geschäftsführer eines Schweizer Konzerns, der sich für den Freitod entschied. Im Jahr 2013 schied Swisscom-Chef Carsten Schloter freiwillig aus dem Leben. Im selben Jahr nahm sich auch Pierre Wauthier, Finanzchef des Versicherungskonzerns Zurich, das Leben. 2016 beging der ehemalige CEO Martin Senn, ebenfalls von Zurich, Suizid. Und im November 2011 schied der Geschäftsführer der Ricola-Bonbons freiwillig aus dem Leben.

Urs Roth arbeitete seit 1995 für die Visana. (Bild: Lukas Lehmann/Keystone/Archiv)



Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe
Beratung: Dargebotene Hand, Telefon: 143
Angebot der Pro Juventute, Telefon: 147
Kirchen: Website
Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:
Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Website)
Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Website)
Verein Regenbogen Schweiz (Website). (fal/sda)

Erstellt: 13.11.2018, 13:23 Uhr

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