Zum Hauptinhalt springen

Tecan wächst an allen Fronten

Bei Tecan zeigt die Wachstumskurve steil nach oben. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn gab es für den Laborausrüster im Geschäftsjahr 2017 kräftige Zuwächse. Und das Management bleibt zuversichtlich.

Tecan hat ein gutes Geschäftsjahr 2017 hinter sich.
Tecan hat ein gutes Geschäftsjahr 2017 hinter sich.
Archiv Manuela Matt

Der Laborausrüster Tecan hat die Gewinndelle vom Vorjahr im Geschäftsjahr 2017 mehr als wettgemacht. Im Berichtsjahr ist der Reingewinn um satte 22 Prozent gestiegen, nachdem er 2016 noch um 4,6 Prozent gesunken war.Auch der Umsatz der Männedörfler Industriegruppe legte 2017 um acht Prozent auf fast 550 Millionen Franken zu.

Im Jahr zuvor war der Umsatzanstieg mit 15 Prozent fast doppelt so hoch ausgefallen. Damals war der Zuwachs aber neben positiven Wechselkurseffekten vor allem dem im November 2015 akquirierten Laborausrüster Sias in Hombrechtikon zu verdanken. Von der gesteigerten Profitabilität bei Tecan, die am Mittwoch an der Börse allerdings auf kein positives Echo stiess, sollen die Aktionäre dieses Jahr in Form einer erhöhten Dividende profitieren (siehe Kasten).

Strategie bestätigt

Über einen Dreijahreszeitraum hat sich der Jahresumsatz von Tecan damit um rund 150 Millionen Franken beziehungsweise 37 Prozent erhöht. In diesem Zeitraum hat der Anbieter von Laborinstrumenten und Lösungen für die Branchen Biopharma, Forensik und Klinische Diagnostik drei bedeutende Akquisitionen getätigt, allen voran die ehemalige Sias, die US-Firma SPEware (Probenvorbereitung für die Massenspektrometrie) im August 2016 sowie die französische Pulssar Technologies (OEM-Geschäft) im März 2017. Die «zügige und bereits abgeschlossene Integration» der zwei zuletzt akquirierten Unternehmen erachtet Tecan-Konzernchef David Martyr als bedeutenden Erfolg.

Die jüngsten Übernahmen bestätigen für Martyr den eingeschlagenen Weg von Tecan mit dem Fokus auf organischem Wachstum «sowie auf dessen Ergänzung durch synergetische Akquisitionen». Speziell hob der 60-jährige Brite am Mittwoch in Zürich die wiederkehrenden Umsätze bei Tecan mit Serviceleistungen und Verbrauchsmaterialien hervor. Deren Anteil am Gesamtumsatz ist in den letzten Jahren von rund 30 Prozent auf heute über 40 Prozent gestiegen.

Auch bei den bestehenden Produkten sieht Martyr anhaltendes Potenzial, das durch das zweistellige Wachstum beim Auftragseingang im Berichtsjahr untermauert wird. Für das laufende Jahr zeigt sich die Konzernspitze von Tecan zuversichtlich und erwartet ein rein organisches Umsatzwachstums in Lokalwährungen im mittleren einstelligen Prozentbereich. Mögliche weitere Akquisitionen seien dabei nicht berücksichtigt, sagte Martyr.

Hohe Auslastung

Am Hauptsitz von Tecan in Männedorf sind rund 500 der insgesamt 1470 Mitarbeitenden des Unternehmens beschäftigt. Nach Angaben von Konzernsprecher Martin Brändle am Rande der Präsentation sei die Auslastung am Standort Männedorf gut — sei es in der Entwicklung oder in der Produktion (für die grossen Plattformen). Viele der neuen Entwicklungsprojekte im Partnering Business (OEM-Geschäft) würden am Zürichsee umgesetzt. Von daher würden hier auch weiterhin entsprechend qualifizierte Mitarbeitende gesucht.

Das Geschäft der ehemaligen Sias als integraler Teil von Tecan am Standort Männedorf ist seit letztem Jahr vollständig integriert. Es gibt eigene Produktionslinien für die Sias-basierten Plattformen. Die Integration verlief laut Brändle völlig problemlos. Sias hatte im Segment «Liquid Handling» («Transfer von Flüssigkeiten») weltweit zu den führenden Herstellern gehört.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch