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Am Flughafen Frankfurt geht fast nichts mehr

An Deutschlands Flughäfen muss wegen Warnstreiks mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden. 90'000 Passagiere sind betroffen.

Der Streik läuft: In Frankfurt protestieren Flughafen-Mitarbeiter vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen.
Der Streik läuft: In Frankfurt protestieren Flughafen-Mitarbeiter vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen.
dpa/Arne Dedert, Keystone
Erhebliche Einschränkungen: Hunderte Flüge sind für heute in Deutschland annulliert. (10. April 2018)
Erhebliche Einschränkungen: Hunderte Flüge sind für heute in Deutschland annulliert. (10. April 2018)
dpa/Arne Dedert, Keystone
Eine bessere Bezahlung wird gefordert, hier am Flughafen Tegel in Berlin. (8. Februar 2017)
Eine bessere Bezahlung wird gefordert, hier am Flughafen Tegel in Berlin. (8. Februar 2017)
Jörg Carstensen, Keystone
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In Deutschland haben am frühen Dienstag neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. Am grössten Flughafen des Landes in Frankfurt legten Beschäftige der Flugzeugabfertigung und der Feuerwehr die Arbeit nieder. Auch die Flugsicherheitskontrolle ist betroffen.

Flugreisende müssten sich am Dienstag am Airport Frankfurt ganztägig auf erhebliche Einschränkungen einstellen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten dazu aufgefordert, von 5.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Die Lufthansa hat bereits hunderte Flüge gestrichen – wie auch an den ebenfalls betroffenen Flughäfen in München, Köln und Bremen. Insgesamt seien mehr als 800 Verbindungen und 90'000 Passagiere betroffen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Die Kunden könnten einmalig ihren Flug kostenfrei umbuchen oder im Inland auf die Bahn ausweichen.

Wie es beim Flughafen Zürich auf Anfrage von Redaktion Tamedia heisst, sind sechs Starts und Landungen nach Frankfurt und drei Starts und Landungen nach Köln annulliert. Passagiere seien noch keine gestrandet, da diese schon vorzeitig umgebucht werden konnten, so die Sprecherin.

Sechs Prozent mehr Lohn

Verdi will kurz vor der dritten Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst den Druck erhöhen. Die Gespräche sind am 15. und 16. April in Potsdam. Die Gewerkschaft fordert für bundesweit rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Die Ausstände an den Flughäfen sollen auf Dienstag beschränkt sein. Die Gewerkschaften kündigten bis Freitag allerdings weitere bundesweite Warnstreiks im gesamten öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen an. Betroffen sein sollen unter anderem Kitas, der Nahverkehr und die Güselabfuhr.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske verteidigte die Ausstände. «Mit der massiven Ausweitung der Streiks setzen wir in dieser Woche deutliche Signale an die Arbeitgeber», sagte er der Nachrichtenagentur DPA.

(SDA)

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