Die Gewinner und Verlierer eines harten Brexit

China könnte die Exporte auf die Insel um 10 Milliarden Dollar steigern. Welche Länder profitierten auch, welche büssten ein?

Kommt es zum ungeregelten Brexit, könnte China seine Exporte nach Grossbritannien um 10,2 Milliarden Dollar steigern, die USA um 5,3 Milliarden Dollar. Sonnenaufgang über London. Bild: Toby Melville/Reuters

Kommt es zum ungeregelten Brexit, könnte China seine Exporte nach Grossbritannien um 10,2 Milliarden Dollar steigern, die USA um 5,3 Milliarden Dollar. Sonnenaufgang über London. Bild: Toby Melville/Reuters

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Die USA und China könnten einem Bericht zufolge stark von einem ungeregelten Brexit profitieren. Bei einem EU-Austritt Grossbritanniens ohne Abkommen würden dagegen die anderen europäischen Staaten wie auch die Schweiz deutliche Exporteinbussen verzeichnen, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (Unctad).

Demnach steht Grossbritannien für 3,5 Prozent des Welthandels und importierte im vergangenen Jahr Güter im Wert von 680 Milliarden Dollar. Mehr als die Hälfte der Importe kam aus anderen EU-Ländern. Bei einem No-Deal-Brexit – also einem Austritt Grossbritanniens aus der EU ohne Übergangsphase, in der neue Abkommen ausgehandelt werden können – würden sich jedoch die Regeln zum Marktzugang schlagartig ändern.

Die europäischen Exporte nach Grossbritannien würden dann um 35 Milliarden Dollar zurückgehen, heisst es in der Unctad-Studie. Die Exporte der Türkei in das Königreich würden um 2,4 Milliarden Dollar zurückgehen. Einbussen würden auch Südkorea, Norwegen, Island, Kambodscha und die Schweiz verzeichnen, wenn keine neuen Handelsvereinbarungen geschlossen werden.

Dagegen würde die relative Wettbewerbsfähigkeit der USA und Chinas zunehmen. China könnte deswegen seine Exporte nach Grossbritannien um 10,2 Milliarden Dollar steigern, die USA ihre Exporte um 5,3 Milliarden Dollar. Profitieren könnte auch Japan mit einer Zunahme der Ausfuhren in das Königreich um 4,9 Milliarden Dollar.

(oli/sda)

Erstellt: 10.04.2019, 09:18 Uhr

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