Stäfa

Sonova bleibt die Nummer eins

Sonova ist im Geschäftsjahr 2017/18 erneut stark gewachsen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Reingewinn konnte der weltweit führende Hörgerätehersteller deutlich zulegen.

Wachstum auf fast allen Ebenen: Der Amtsantritt des neuen Sonova-Konzernchefs Arnd Kaldowski steht unter einem guten Stern.

Wachstum auf fast allen Ebenen: Der Amtsantritt des neuen Sonova-Konzernchefs Arnd Kaldowski steht unter einem guten Stern. Bild: Michael Trost

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Sonova hat im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende März) gleich in dreifacher Hinsicht Historisches geleistet: Sowohl umsatzmässig als auch hinsichtlich der Profitabilität sowie beim Gewinn pro Aktie erzielte der Stäfner Hörgerätehersteller neue Höchstwerte. Seine Stellung als Weltmarktführer – sowohl bezüglich Umsatz als auch Produkteangebot – hat Sonova damit konsolidiert.

Daran ändert auch der letzte Woche bekannt gegebene Zusammenschluss zwischen den beiden Mitbewerbern Widex und Sivantos nichts. Dieser kommt zusammengenommen auf einen Umsatz von 1,6 Milliarden Franken. Damit entsteht der drittgrösste Hörgerätehersteller der Welt hinter Sonova und der dänischen William Demant.

Umbau vor Abschluss

Gut lief das Geschäft für Sonova insbesondere in der Region Eu­ropa, Mittlerer Osten und Afrika (Emea), der grössten Region der Gruppe. Dagegen musste Sonova in den USA einen Verkaufsrückgang hinnehmen (–1,8%). Der Anteil am Gesamtumsatz fiel im Berichtsjahr von 33 auf 28 Prozent. Im grössten Hörgerätemarkt der Welt arbeitet das Unternehmen nach Angaben des neuen Konzernchefs Arnd Kaldowski daran, das Netz an Fachgeschäften neu zu positionieren. Die Zahl der Verkaufsgeschäfte in den USA wurde von 300 auf 200 reduziert.

Das Projekt zur Rationalisierung und Neupositionierung des US-Geschäfts, das eine hohe Aufmerksamkeit des Managements verlange, sei weit fortgeschritten, sagte Kaldowski am Dienstag in Stäfa. Sonova konzentriere sich nun auf den sogenannten «sun belt» zwischen Kalifornien und Florida mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an älteren und gut betuchten Menschen. Kaldowski, der sein Amt per 1. April vonLukas Braunschweiler übernommen hat, erwartet, dass der Konzern in den USA schon zur Jahresmitte wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt.

Insgesamt umfasst das Retailgeschäft von Sonova, bei demaudiologische Dienstleistungen angeboten werden, rund 3500 Standorte in 18 Ländern.

Breites Produkteangebot

Nach wie vor erhebt Sonova den Anspruch, über das breiteste Produkteportfolio der Branche zu verfügen. Im Gegensatz zur Konkurrenz seien die Hörgeräte von Sonova in der Lage, mit den verschiedensten Formaten von Mobiltelefonen zu interagieren, erklärte Kaldowski. Sonova investiere am meisten in das Thema Innovation: «Wir verfügen über den stärksten Forschungs- und Entwicklungsapparat der Branche», sagte der 51-jährige.

Im Berichtsjahr beliefen sich die F&E-Aufwendungen bei Sonova auf knapp 143 Millionen Franken, das sind 5,4 Prozent, gemessen am Umsatz. Entsprechend stockte Sonova im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem in diesem Bereich Personal auf. Insgesamt stieg der Personalbestand um 153 Mitarbeitende auf neu über 14 200 Mitarbeitende. Davon arbeiten 1400 in der Schweiz, wovon etwa 1200 am Hauptsitz in Stäfa. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 22.05.2018, 16:08 Uhr

Sonova

Das Geschäftsjahr 2017/18 in Zahlen

Der Stäfner Hörsystemher­steller Sonova hat für das Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende März) sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn ein deutliches Plus erzielt. Der Umsatz stieg um 10,4% auf 2,65 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Entwicklung wurde durch organisches Wachstum in allen drei Segmenten (Hörgeräte, Retail und Hörimplantate) getrieben und zusätzlich durch Akquisitionen (vor allem die Hörgeräte­service-Ladenkette Audionova) unterstützt. Unter Ausklammerung von Einmalkosten stieg das Betriebsergebnis auf Stufe Ebita um 14,6% auf 551,6 Millionen. Unter dem Strich erwirtschaftete Sonova im Berichtsjahr einen Reingewinn von 407 Millionen Franken, nach 356 Millionen im vorangehenden Geschäftsjahr.

Im Hörgerätegeschäft, wo Sonova 90 Prozent seiner Umsätze generiert, halbierte sich das Umsatzwachstum im Vergleich zum ersten Semester. Das Retailgeschäft verbuchte eine kleine Verbesserung, nachdem es im ersten Semester stagniert hatte. Dies lag im Rahmen des Ausblicks. Dafür fällt die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 2.60 Franken je Aktie deutlich höher aus, als Analysten erwartet hatten. An der Börse wurden die Sonova-Zahlen kritisch aufgenommen. Den Anlegern stiess vor allem der verhaltene Ausblick auf. Sonova geht von geringeren Wachstumsraten aus als von Analysten erwartet. Die Papiere verloren gestern im Tagesverlauf bis zu gut zwei Prozent. (ths)

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