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Sonderfaktoren und Russland-Krise reissen Valartis tief ins Minus

Die Bankengruppe Valartis weist für 2014 einen Verlust von 73,3 Mio. Franken aus. Bereits im Februar hatte Valartis vor Einbussen gewarnt.

Sonderfaktoren und Investmentverluste im Zuge der Russland-Krise belasteten das Jahresergebnis. Der Verlust aus weitergeführten Geschäftsbereichen von 53,7 Mio Fr. ist laut einer Mitteilung vom Dienstag auf Abschreibungen in Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Unternehmens zurückzuführen. Dazu kommen nachträgliche Anpassung des Verkaufspreises für die 2012 veräusserte Beteiligung an der Immobiliengesellschaft Eastern Property. Auch in den inzwischen verkauften Geschäftsbereichen Valartis Bank AG (Schweiz) und der Valartis Wealth Management weist die Gruppe einen Verlust von 19,6 Mio. Fr. aus. Operativ stabil Aufgrund des Tiefzinsumfelds leidet Valartis wie viele andere Banken unter rückläufigen Zinseinnahmen. Hinzu kommt ein deutlich tieferes Handelsergebnis als Folge der Russland-Krise. Bemerkbar machte sich dies in tieferen Rubelbewertungen von Beteiligungen und mit Verlusten auf dem Obligationen-Portfolio der ENR Russia Invest. Unter Ausklammerung dieser Sonderfaktoren konnte der Ertrag aus Kommissionen und Dienstleistungen aus weitergeführten Geschäftsbereichen mit 47,2 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Erfreulich entwickelt hätten sich die Valartis Banken im Geschäft mit reichen Privatkunden, hiess es weiter. Hier habe der Ertrag aus Kommissionen und Dienstleistungen um 19 Prozent auf 40,7 Mio. Fr. gesteigert werden können. Vor dem Hintergrund der tiefen Zinsen und immer höherer Regulierungskosten sieht sich der Verwaltungsrat der Valartis Gruppe veranlasst, die Strategie, das Geschäftsmodell sowie die Struktur der Gruppe zu analysieren. Entsprechende Massnahmen will er bis im Sommer einleiten.

SDA

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