Männedorf

Raiffeisen verliert trotz Krise kaum Kunden

Die Raiffeisenbank rechter Zürichsee hat den Nettogewinn 2018 um knapp 5,8 Prozent auf 2,6 Millionen Franken erhöht. Die Berichterstattung in den Medien zu Raiffeisen Schweiz hat der regionaltätigen Bank nicht geschadet.

Dem Kundenstamm der regionalen Raiffeisen-Banken (hier Männedorf) hat die Krise von Raiffeisen Schweiz nur wenig Schaden zugefügt.

Dem Kundenstamm der regionalen Raiffeisen-Banken (hier Männedorf) hat die Krise von Raiffeisen Schweiz nur wenig Schaden zugefügt. Bild: Google Streetview

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Die Raiffeisenbank rechter Zürichsee hat ihre Kundenausleihungen im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Bankleiter Christian Stucki spricht von einem bewegten 2018 und meint damit neben der schwierigen Zinssituation im EU-Raum und der Schweiz sowie der Entwicklung an den Börsen vor allem die starke Beachtung der Marke Raiffeisen – insbesondere von Raiffeisen Schweiz und des ehemaligen CEO – in den Medien, «mit nicht immer positiven Nachrichten».

Auf lokaler Ebene habe die regionale Raiffeisenbank aber kaum Kundenabgänge zu verzeichnen gehabt: «Von daher ist die Differenzierung zwischen Raiffeisen Schweiz und uns als regionale Raiffeisenbank vor Ort gut erkannt worden».

Die Raiffeisenbank rechter Zürichsee beschäftigt an den Standorten Männedorf (Hauptsitz), Küsnacht, Meilen, Stäfa sowie an der im Sommer 2016 eröffneten Geschäftsstelle in Zollikon über 50 Mitarbeitende. Die genossenschaftlich organisierte Bank gehört zum Schweizer Verband der Raiffeisenbanken, operiert aber eigenständig am Markt.

Deutlicher Passivüberhang

Die Hypothekarforderungen der Raiffeisenbank rechter Zürichsee stiegen im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent auf 1,21 Milliarden Franken. Damit hat die Bank ihre starke Position im Hypogeschäft nach eigenen Angaben erfolgreich verteidigt. Dank einer sorgfältigen Risiko- und Bonitätsprüfung habe die hohe Qualität des Portfolios gewahrt werden können. Parallel dazu stiegen die Kundeneinlagen um 3,8 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Franken, was aus Sicht von Stucki für ein ungebrochen starkes Vertrauen der Kunden spricht.

In der Bilanz weist die Raiffeisenbank einen deutlichen Passivüberhang aus und kann sich dadurch selbständig refinanzieren. Seine Bank habe die «goldene Bilanzregel» eingehalten, der zufolge genügend Kundengelder in der Gegenüberstellung zu den Ausleihungen zur Verfügung stehen müssen.

Auch die Ertragsseite entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018 «äusserst erfreulich». Der Geschäftsertrag stieg um 6,6 Prozent, wobei das Zinsengeschäft der wichtigste Ertragspfeiler der Raiffeisenbank rechter Zürichsee bleibt. Insbesondere der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einer Steigerung von 6,3 Prozent entwickelte sich positiv.

Kapitalausstattung stärken

Dank einer «konsequenten Kostenkontrolle» erhöhte sich der Geschäftserfolg im vergangenen Jahr um 17,2 Prozent auf neu 6,4 Millionen Franken. Die Cost-Income-Ratio – das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag – liegt mit fast 61 Prozent weiterhin auf einem für die Branche sehr guten Niveau. Unter dem Strich weist die Raiffeisenbank rechter Zürichsee einen Reingewinn von fast 2,6 Millionen (+5,77%) aus.

Mit dem erwirtschafteten Gewinn will die Bank ihre Kapitalausstattung weiter stärken und den Genossenschaftern eine «schöne Zinsausschüttung» überweisen. Wie hoch diese ausfallen wird, darüber stimmt die Generalversammlung am 5. Mai in Oetwil ab. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 16.01.2019, 14:57 Uhr

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