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Mehr Aufträge aber weniger Umsatz für Stadler Rail im Jahr 2014

Der Umsatz beim Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail war im vergangenen Jahr stark rückläufig. Dafür hat das Unternehmen 2014 so viele Aufträge gewonnen wie noch nie. Damit bleibt die Auslastung der Standorte trotz Frankenaufwertung vorerst gesichert.

Montagehalle der Stadler Rail Group in Bussnang TG: Die Nachfrage nach den Zügen war im vergangenen Jahr so stark wie noch nie (Archiv)
Montagehalle der Stadler Rail Group in Bussnang TG: Die Nachfrage nach den Zügen war im vergangenen Jahr so stark wie noch nie (Archiv)
Keystone

Aufträge über insgesamt 2,9 Milliarden Franken heimste das Unternehmen von Alt-SVP-Nationalrat Peter Spuhler im vergangenen Jahr ein. Zusammen mit den Aufträgen mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Franken aus dem Jahr 2013 sei die Auftragsdelle aus der Periode von 2011 bis 2012 nun kompensiert, teilte Stadler Rail am Freitag mit. Gleichzeitig musste das Unternehmen einen Umsatzeinbruch verkraften. 1,9 Milliarden Franken setzte Stadler Rail im vergangenen Jahr um, wie aus einer an der Medienkonferenz abgegebenen Dokumentation hervorgeht. 2013 hatte der Umsatz noch 2,5 Milliarden Franken betragen. Gute Auftragslage Der hohe Auftragseingang im vergangenen Jahr deutet allerdings auf eine Erholung der Umsatzzahlen im laufenden Jahr hin. Der wichtigste Auftrag kam 2014 von der SBB. Stadler Rail baut für den Bundesbetrieb 29 Eurocity-Züge. Das Auftragsvolumen betrage rund 970 Millionen Franken, 80 Prozent der Wertschöpfung erfolge in der Schweiz, hiess es. Auch im neuen Jahr scheinen die Nachfrage nach den Zügen aus dem thurgauischen Bussnang und anderen Standorten von Stadler ungebrochen. Das Unternehmen habe die Ausschreibung über 33 Züge für die schwedische Bahngesellschaft Mälab gewonnen, hiess es. Das Auftragsvolumen belaufe sich auf umgerechnet 400 Mio. Franken. Vergangene Woche erst hatte Stadler Rail einen 100-Millionen-Auftrag in Texas an Land gezogen Starker Franken belastet Im Zuge des Frankenschocks nach der Aufhebung des Euromindestkurses hatte Stadler Rail im Februar die Arbeitszeit auf 45 Stunden erhöht. Als weitere Massnahme seien Einkaufsvolumen vom Franken in den Euro verlagert, aber auch in Innovationen investiert worden. Die Verlagerung einzelner Aufträge in Ländern mit tiefen Lohnkosten werde jedoch erst als allerletzte Massnahme in Erwägung gezogen, hiess es weiter. Stadler Rail setze alles daran, den Werkplatz Schweiz zu verteidigen.

(SDA)

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