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Massiver Lohneinbruch bei Taxifahrern

Seit 2006 ist der Lohn der Taxifahrer um über 15 Prozent gesunken. Wie das Lohnbuch 2018 zeigt, stiegen die Löhne in anderen Branchen hingegen um über 30 Prozent an.

Der monatliche Mindestlohn bei Taxifahrern beträgt laut Lohnbuch 3200 Franken.
Der monatliche Mindestlohn bei Taxifahrern beträgt laut Lohnbuch 3200 Franken.
Keystone

Das «Lohnbuch 2018» zeigt, in welchen Berufen man dieses Jahr besonders viel oder wenig verdient. Auf fast 800 Seiten gibt es Aufschluss über die Mindestlöhne von 9600 Berufen in der Schweiz.

An der Spitze sind die Leiter diplomatischer Missionen – ein Missionschef am Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten verdient laut Lohnbuch mindestens 13'555 Franken pro Monat, berichtet 20 Minuten. An zweiter Stelle folgen Flugverkehrsleiter mit 13'106 gefolgt von Chefärzten mit 12'888 Franken.

Am wenigsten verdienen gemäss Lohnbuch Taxifahrer. Ihr monatlicher Mindestlohn beträgt 3200 Franken ab dem zweiten Anstellungsjahr. Seit 2006 ist dieser Lohn um über 15 Prozent gesunken.

Der Mindestlohn liegt nicht nur bei Taxifahrern unter der oft diskutierten Marke von 4000 Franken. So erhalten unter anderem Unterhaltsreiniger (3422 Franken), Tierpfleger (3500 Franken) und Landwirte (3800 Franken) verhältnismässig niedrige Löhne.

Mehr Lohn für Primarschullehrer

Wachstum verzeichnen vor allem Berufe, die 2006 die tiefsten Löhne hatten. Wer für den Staat oder in einer staatlich dominierten Branche arbeitet, dürfte sich ebenfalls über ein verhältnismässig grosses Lohnwachstum freuen. Bei Primarschullehrern stieg der Mindestlohn in den letzten zwölf Jahren um 36,4 Prozent, ein überdurchschnittlich grosser Zuwachs. Ähnlich wie bei Lehrern sieht es bei Pflegeberufen aus.

Das Lohnbuch wird vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich herausgegeben. Um möglichst genaue Daten zu ermitteln, arbeitet Autor Jean-Marc Jung das ganze Jahr daran, wie er gegenüber 20 Minuten sagt. Besonders intensiv sei die Arbeit während des Lohnherbsts. Jung sammelt für das Buch ausser Mindestlöhnen auch statistische Löhne und Empfehlungen.

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