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Lohnunterschiede zwischen Geschlechtern gehen nur langsam zurück

Im Jahr 2012 verdienten Frauen in der Privatwirtschaft im Schnitt 21,3 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das zeigt die neue Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS). 2008 hatte der Lohnunterschied noch 25,5 Prozent betragen.

Grossraumbüro einer Versicherungsgesellschaft: Mit 34 Prozent ist die Lohndiskrepanz zwischen den Geschlechtern in dieser Branche am höchsten. (Archiv)
Grossraumbüro einer Versicherungsgesellschaft: Mit 34 Prozent ist die Lohndiskrepanz zwischen den Geschlechtern in dieser Branche am höchsten. (Archiv)
Keystone

Die Lohnungleichheit lasse sich zwar teilweise durch strukturelle Faktoren erklären, wie beispielsweise durch Unterschiede im Bildungsstand, in der Anzahl Dienstjahre oder in der ausgeübten Kaderfunktion innerhalb des Unternehmens, schreiben die Statistiker der Bundes in einer Mitteilung am Freitag. Dennoch blieben 40,9 Prozent der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern im privaten Sektor unerklärt, Insbesondere lasse sich feststellen, dass die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern umso grösser sei, je höher die Kaderfunktion sei, heisst es weiter. Wie aus der Auswertung hervorgeht, variieren die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern je nach Wirtschaftszweigen stark. Im Gastgewerbe beispielsweise betrug die Differenz 11,0 Prozent, in der chemischen Industrie 14,1 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen 18,6 Prozent, im Detailhandel 19,5 Prozent, im Bereich der Information und Kommunikation 23,7 Prozent, in der Maschinenindustrie 25,6 Prozent und im Kredit- und Versicherungsgewerbe 34,0 Prozent. Deutlich weniger ausgeprägt sind die Lohnunterschiede im öffentlichen Sektor. Dort lag die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern 2012 bei durchschnittlich 16,5 Prozent. Der Prozentsatz der nicht erklärbaren Unterschiede lag bei 38,8 Prozent.

SDA

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