«Kein Champagner»: Johnson verbietet Ministern WEF-Teilnahme

Der britische Premier fürchtet, dass eine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos bei seinen Wählern auf Missfallen stossen könnte.

«Unser Fokus liegt auf Leistungen fürs Volk», sagte der britische Premier Boris Johnson. Foto: Keystone

«Unser Fokus liegt auf Leistungen fürs Volk», sagte der britische Premier Boris Johnson. Foto: Keystone

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Der britische Premierminister Boris Johnson hat einem Insider zufolge seinen Ministern die Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos untersagt. «Unser Fokus liegt auf Leistungen fürs Volk, nicht Champagner mit Milliardären», verlautete aus Regierungskreisen.

Aus Regierungskreisen hiess es bereits gestern, der Premier hätte bei den Wahlen in der vergangenen Woche eine Mehrheit errungen, indem er versprach, die Prioritäten der gewöhnlichen britischen Bevölkerung zu verwirklichen. Ein Treffen der britischen «Volksregierung» mit der globalen Elite käme bei seinen Wählern daher wohl nicht gut an.

Trump zum zweiten Mal in Davos

Auch US-Präsident Donald Trump hatte nach seinem Amtsantritt hochrangigen Mitarbeitern die Teilnahme untersagt. Laut «Bloomberg» möchte der US-Präsident selbt am nächsten WEF die Aufmerksamkeit der Wähler auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und die boomenden Aktienmärkte lenken. Eine Bestätigung des Weissen Hauses gäbe es indes jedoch keine.

Trumps Besuch in der Schweiz im Jahr 2018 hatte für viel Aufsehen gesorgt. Von der ersten Sichtung der amerikanischen Flugzeuge am Flughafen Zürich bis zu deren Abflug einen Tag später war der Konvoi nonstop beobachtet worden.

Das nächste Treffen von Politikern, Wirtschaftsbossen und Prominenten findet vom 21. bis zum 24. Januar statt.

(step/red/sda)

Erstellt: 18.12.2019, 10:27 Uhr

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