Zum Hauptinhalt springen

«Jetzt braucht es spürbare Lohnerhöhungen»

Der Aufschwung ist da und die Teuerung hat sich verstärkt. Das muss zu deutlich höheren Löhnen führen, fordert der Schweizerische Gewerkschaftsbund.

SGB-Präsident Paul Rechsteiner während der Delegiertenversammlung in Bern. (24. März 2017)
SGB-Präsident Paul Rechsteiner während der Delegiertenversammlung in Bern. (24. März 2017)
Anthony Anex, Keystone

Die Gewerkschaften wiederholen kurz vor dem Ende der Lohnverhandlungen ihre Forderungen vom Sommer: «Jetzt braucht es spürbare Lohnerhöhungen von 1,5 bis 2 Prozent», fordert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB). Dies, weil sich die wirtschaftliche Lage in den letzten Monaten spürbar verbessert habe.

Der Aufschwung sei da, gleichzeitig sei die Teuerung stärker geworden, sagten Gewerkschaftsvertreter am Montag vor Medien in Bern gemäss Redetexten. Die bisher abgeschlossenen Lohnverhandlungen würden den neuen Rahmenbedingungen noch zu wenig Rechnung tragen.

Bewährte Mechanismen ausgesetzt

Anzeichen für problematische Entwicklungen gebe es vor allem in den Branchen ohne Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Der SGB verweist auf Zahlen des Bundesamts für Statistik. Diese zeigten, dass die Nominallöhne im ersten Halbjahr insgesamt um 0,2 Prozent steigen werden. Bei den GAV-Abschlüssen für 2017 lag das Plus bei 0,5 Prozent.

Der SGB vermutet darum, dass wegen der jahrelangen Null- oder Negativteuerung bewährte Lohnanpassungsmechanismen, wie etwa Teuerungsausgleich, ausser Kraft gesetzt wurden. Dies müsse korrigiert werden, sonst komme es bei den Betroffenen zu Reallohneinbussen.

SGB beharrt auf 2 Prozent

Die Arbeitgeber müssten über die Bücher, fordert der SGB. Er wiederholte die Forderungen nach Erhöhungen von bis zu 2 Prozent, welche er bereits im vergangenen Juli öffentlich gemacht hatte.

SDA/mch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch