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Frühere Fabrikgebäude in Luterbach werden für Sprengung vorbereitet

Auf dem Areal der künftigen Biogen-Medikamentenfabrik im solothurnischen Luterbach sind derzeit die Vorbereitungsarbeiten für die Sprengung von zwei Gebäuden der einstigen Zellstoffabrik Borregaard im Gange. Über 60'000 Kubikmeter werden in Schutt und Asche gelegt.

Das 34 Meter hohe, frühere Holzschnitzelsilo im solothurnischen Luterbach wird demnächst gesprengt.
Das 34 Meter hohe, frühere Holzschnitzelsilo im solothurnischen Luterbach wird demnächst gesprengt.
Keystone

Das grössere der beiden Objekte ist ein 34 Meter hohes Holzschnitzelsilo. Das aus dem Jahre 1968 stammende Gebäude wird so präpariert, dass es bei der Sprengung nach Süden einknickt. Nicht weit daneben wird in den kommenden Tagen auch der Rest des 40 Meter hohen Säureturms gesprengt. Geplant sei, dass er nach Westen fällt, sagte Guido Keune, der stellvertretende Chef des Solothurner Hochbauamtes, am Donnerstag bei einer Besichtigung vor Ort. Auf dem Südteil der früheren Cellulosefabrik, wo die Biotechnologiefirma Biogen bis Ende 2018 eine neue Medikamenten-Produktionsanlage aus dem Boden stampfen will, wird momentan an allen Ecken und Enden gearbeitet. Der Kanton Solothurn als Landbesitzer lässt die 22 Hektaren so herrichten, wie es mit Biogen vereinbart wurde. Dazu gehört auch die Sanierung von drei Altlasten. Diese bestehen laut Keune grösstenteils aus vermoderten Holzschnitzeln und seien deshalb nicht sanierungspflichtig. Damit künftig auf dem ganzen Biogen-Areal die gleichen statischen Bedingungen herrschen, würden die Altlasten aber entfernt. Bis zum vorgesehenen Baubeginn Anfang Dezember werden auch die restlichen Gebäude auf dem Areal abgerissen. Zu den Arbeiten, die der Kanton Solothurn und Biogen vereinbart haben, gehören auch die Verlegung einer Hochspannungsleitung und eines Bahnanschlusses sowie die vollständige Erschliessung. Im Gebiet zwischen dem Aareufer und dem Biogen-Areal erstellt der Kanton Solothurn zudem eine 56'000 Quadratmeter grosse Parkanlage. Diese bildet den Übergang vom öffentlichen Bereich entlang der Aare zum nicht eingezäunten Biogen-Gelände. Noch offen ist, was mit dem Fabrikareal nördlich der Aare passiert, wo noch immer die grossen Gebäude der früheren Cellulosefabrikation stehen. Laut Guido Keune sei Biogen interessiert, dass dort Wohnraum für die Mitarbeiter entsteht. Biogen und der Kanton Solothurn hatten vor zehn Tagen erstmals über die Pläne für den Bau einer neuen Medikamenten-Produktionsanlage informiert. Biogen will in Luterbach rund eine Milliarde Franken investieren und 400 neue Arbeitsplätze schaffen. Der Kanton Solothurn stand seit Anfang Jahr in Verhandlung mit Biogen. Das weltweit tätige Unternehmen mit Sitz in Zug hatte hohe Anforderungen an ein künftiges Firmengelände und war weltweit auf der Suche.

SDA

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