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Duty-Free-Konzern Dufry mit Quartalsverlust wegen Nuance

Der Basler Duty-Free-Detailhändler Dufry hat im ersten Quartal einen Verlust von 9 Mio. Fr. eingefahren. Zurückzuführen war das auf Sondereffekte und namentlich die Konsolidierung der ehemaligen Swissair-Tochter Nuance.

Der Umsatz stieg um knapp ein Drittel auf 1,02 Mrd. Franken. Dieses starke Umsatzwachstum war auch auf Nuance zurückzuführen. Organisch hingegen ging der Umsatz um 4,7 Prozent zurück und flächenbereinigt um 2,1 Prozent, wie Dufry am Dienstag mitteilte. Neueröffnungen liessen den Umsatz um 3,5 Prozent wachsen, Schliessungen und aufgegebene Läden hingegen um 6,1 Prozent sinken. Die Frankenstärke schlug sich mit einem positiven Wechselkurseffekt von 2,7 Prozent zu Buche. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA erreichte 92 Mio. Fr. und damit eine Marge von 9 Prozent. Die Geschäfte von Dufry und Nuance unterliegen starken saisonalen Einflüssen. Das erste Quartal ist immer das am wenigsten aussagekräftige. Das zweite und dritte Quartal sind die verkaufsstärksten. Rubel und Real schmälern Geschäft Nach Regionen sanken die Umsätze in den Flughäfen Europas, des Nahen Ostens und Afrikas deutlich. Darin schlug sich zum einen die Abwertung des Rubels nieder und zum anderen aufgegebene Geschäfte. Aufwärts ging es zumindest in Lokalwährungen in allen Regionen des amerikanischen Kontinents. In Brasilien führte die Abwertung des Real zum Dollar aber zu einem Einbruch um 21 Prozent. Mit dem Ende März verkündeten Kauf von 50,1 Prozent an World Duty Free und der dafür bewilligten Kapitalerhöhung sieht sich Dufry auf Kurs. Die Transaktion sollte im dritten Quartal abgeschlossen sein. Nach der Übernahme des Anteils von der italienischen Edizione startet Dufry ein Übernahmeangebot für die restlichen Anteile gemäss den italienischen Gesetzesbestimmungen. Die Integration von Nuance will Dufry Ende Jahr abschliessen. Die Präsenz der 2014 für 1,55 Mrd. Fr. übernommenen ehemaligen Swissair-Tochter an besucherstarken Destinationen dürfte die Ausrichtung von Dufry auf solche ertragsstarke Flughäfen noch stärken. Aufgrund der weltweit prognostizierten Passagierwachstums von 4 Prozent rechnet Dufry im Gesamtjahr mit einer vorteilhaften Entwicklung. Allerdings gibt es dabei in den Regionen unterschiedliche Kaufkraftentwicklungen aufgrund der Schwankungen auf den Währungsmärkten.

SDA

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