Uznach

Bank Linth erzielt Rekordergebnis

Die Bank Linth hat im ersten Halbjahr 2018 in allen Geschäftssparten zugelegt und die Gewinnzahlen deutlich gesteigert. Dabei profitierte die Regionalbank von gesunkenen Sachkosten nach dem Abschluss von Umbauarbeiten.

Die Bank Linth auf dem Erfolgspfad: Die Regionalbank mit Sitz in Uznach erzielt ein Erfolgsergebnis im ersten Halbjahr 2018.

Die Bank Linth auf dem Erfolgspfad: Die Regionalbank mit Sitz in Uznach erzielt ein Erfolgsergebnis im ersten Halbjahr 2018. Bild: Archiv Manuela Matt

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Die Bank Linth hat im ersten Halbjahr 2018 nahtlos an die starke Leistung vom Vorjahr angeknüpft und ist ertragsmässig in allen Bereichen gewachsen – sowohl im Zinsengeschäft als auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft, den drei wichtigsten Ertragspfeilern der Bank Linth.

Der Reingewinn stieg zweistellig auf 12,2 Millionen Franken, was nach Angaben von Geschäftsleiter David Sarasin am Donnerstag in Rapperswil dem besten Ergebnis in der Geschichte der Bank entspricht. Dabei war das Marktumfeld von der Zurückhaltung bei Anlegern und einem langsameren wirtschaftlichen Aufschwung geprägt.

Rapperswil vor Abschluss

Möglich gemacht hat das Ergebnis vor allem die Kostendisziplin, die die grösste Ostschweizer Regionalbank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres an den Tag legte und die sie bereits 2017 gezeigt hatte. Insgesamt sanken die Sachkosten im Berichtszeitraum um 5,3 Prozent. Geholfen hat der Tochter der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) dabei vor allem der Abschluss des Umbaus am Hauptsitz in Uznach und in Rapperswil. Diese sind Teil einer grossanglegten Modernisierung der baulichen Infrastruktur. Nun biegt die Bank Linth in die Zielgerade ein. Zu Beginn des Jahres ist die Geschäftsstelle in Siebnen in zentral gelegene Lokalitäten umgezogen. Und Ende Mai eröffnete die Bank Linth in Frauenfeld einen Beratungsstandort, während sie Niederurnen als einzigen Standort im Kanton Glarus schloss.

Nach Auskunft von Sarasin betrachtet die Bank das Marktpotenzial in anderen Regionen, wie Winterthur und Umgebung, als grösser. Für September ist die Wiederinbetriebnahme der – wegen eines unliebsamen Asbestfunds – total sanierten Fassaden, Gewerberräumlichkeiten und Attikawohnungen im Gebäude in Rapperswil geplant. Der Abschluss der baulichen Anpassung an die neuen Kundenbedürfnisse für das weiterhin 20 Standorte umfassende Filialnetz ist für Ende 2019 geplant. Die gesamten Investitionen werden mit 20 Millionen Franken veranschlagt.

Margen gehalten

Ein weiterer Schwerpunkt in der Zukunftsstrategie der Bank Linth bildet das sogenannte Innovationslab, bei dem die Gruppe an ihrer «Bank der Zukunft» arbeitet. Nach Angaben von Sarasin dauert die Umsetzungsphase länger als geplant: «Wir zahlen Lehrgeld». Es gebe es spannende Ansätze, vor allem im Finanzierungsbereich. Aber nun stellten sich technische Fragen im Bereich Regularien, etwa hinsichtlich der Verbuchung und der Vorschriften für die Rechnungslegung. Die Bank Linth geht davon aus, im vierten Quartel erste Resultate vorlegen zu können

Etwas weniger Freude bereitet David Sarasin derzeit das moderate Volumenwachstum im Kreditgeschäft. Die Hypothekarforderungen bei der Bank Linth stiegen in den ersten sechs Monaten um 1,0 Prozent und damit unter dem Wettbewerb.Den Grund sieht Sarasin vor allem darin, dass die Bank bei ihren Geschäften deutlich zurückhaltender geworden sei. Das Ziel sei es, die Kundenmargen stabil zu halten, was im ersten Halbjahr auch gelang: «Wir haben genug daran verdient». Das führe aber auch dazu, «dass man gewisse Geschäfte verliert, primär aufgrund von Zinskonditionen». Damit einher geht bei der Führungscrew die Überzeugung, dass der Markt im Immobilienbereich an Fahrt verliert: «Die Büchher sind nicht mehr gleich voll wie noch vor einem Jahr». (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 16.08.2018, 15:09 Uhr

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