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Aufregung über Umgang Merkels mit weinendem Flüchtlingsmädchen

Erregte Debatten über einen emotionalen Moment im sonst eher nüchternen Bürgerdialog der deutschen Kanzlerin Angela Merkel: Die Reaktion Merkels auf ein weinendes Flüchtlingsmädchen hat vor allem im Internet für grosses Aufsehen und kontroverse Diskussionen gesorgt.

Die Kanzlerin diskutierte in einem Rostocker Schulzentrum mit 29 Jugendlichen über verschiedene Themen wie Klimaschutz, Gleichberechtigung und eben auch die Flüchtlingspolitik. Mehrere Minuten unterhielt sich Merkel dabei mit der jungen Reem, die seit vier Jahren in Deutschland lebt. Dabei schilderte das junge Mädchen auch ihre Furcht vor einer Abschiebung: Ihr Familie habe "eine schwere Zeit gehabt, weil wir kurz davor waren, abgeschoben zu werden." Sie wisse nicht, wie ihre Zukunft aussehe. Sie wolle studieren. Merkel blieb sachlich und verwies vor allem darauf, dass die Asylverfahren bis zu einer Entscheidung schneller werden müssten. Als das Gespräch sich schon dem Ende zuneigte, begann die junge Reem schliesslich zu weinen. Merkel stockte kurz und ging dann auf das Mädchen zu, streichelte ihr den Kopf und legte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter. Debatten in sozialen Netzwerken "Du hast das doch prima gemacht", sagte die Kanzlerin zunächst. Der Moderator der Veranstaltung wandte in dem Moment ein, er glaube nicht, "dass es da ums Primamachen geht, sondern dass es natürlich eine sehr belastende Situation ist", Merkel wiederum entgegnete daraufhin: "Das weiss ich, dass das eine belastende Situation ist. Deshalb möchte ich sie trotzdem einmal streicheln." Dieser Satz und die Reaktion Merkels sorgten gerade in den sozialen Netzwerken für erregte Debatten. Unter dem Hashtag #merkelstreichelt kommentierten zahlreiche Menschen das Verhalten der Kanzlerin. Als gefühllos wird ihr Umgang mit dem Mädchen da etwa kritisiert. Andere verteidigen Merkel aber auch.

SDA

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