WEF sieht Einkommenskluft als grösste Gefahr

Wachsende Ungleichheit bei Einkommen und Wohlstand sowie gesellschaftliche Polarisierung sind die grössten Risiken für die Weltwirtschaft. Zu diesem Schluss kommt das Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF) in einer Studie.

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Die Einkommenskluft und die soziale Zerrüttung hätten 2016 zu politischen Umbrüchen geführt und könnten 2017 globale Risiken weiter verschärfen, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten "Global Risks Report 2017". Die Mächtigen der Welt müssten deshalb dringend gemeinsame Massnahmen ergreifen, um Not und Unsicherheit im kommenden Jahrzehnt einzudämmen.

In der diesjährigen Studie rücken die Autoren die wirtschaftliche Ungleichheit und politische Unzufriedenheit als Risikofaktoren in den Vordergrund. Am stärksten miteinander verknüpft sind das "Risikopaar Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung" und "tiefgreifende gesellschaftliche Instabilität".

Der Klimawandel und damit zunehmende Umweltgefahren gehört auch wie in den Vorjahren zu den grössten Risiken für die globale Wirtschaft. Mit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens habe die Welt im vergangenen Jahr einen Fortschritt in diesem Bereich erzielt. Politische Umwälzungen in Europa und den USA gefährdeten diesen jedoch.

Chance und Risiko

Eine weitere Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft geht von der Digitalisierung aus. Laut den Autoren besteht die Gefahr, dass die Gesellschaft nicht mit dem technologischen Fortschritt der vierten industriellen Revolution mithalten kann.

So können künstliche Intelligenz und Robotik von den neuen Technologien aus Sicht der Fachleute potenziell die grössten Vorteile bringen. Gleichzeitig besteht hier aber auch das grösste Risiko für negative Auswirkungen sowie der grösste Bedarf an Regulierung.

"Ohne eine vernünftige Regulierung und die Umschulung von Arbeitnehmern wird die Technologie Arbeitsplätze schneller vernichten als schaffen", warnt das WEF.

Für den Bericht hat das WEF weltweit rund 750 Risikoexperten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft befragt.

(sda)

Erstellt: 11.01.2017, 09:00 Uhr

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