UBS verlangt bald von mehr Kunden Negativzinsen

Die Schweizer Grossbank senkt ab November den Freibetrag für reiche Privatkunden. Das Bargeld soll investiert statt gehortet werden.

Die neuen Gebühren gelten jeweils nur für Gelder, die bei der Bank in der Schweiz gebucht sind. (Keystone/Georgios Kefalas/Symbolbild)

Die neuen Gebühren gelten jeweils nur für Gelder, die bei der Bank in der Schweiz gebucht sind. (Keystone/Georgios Kefalas/Symbolbild)

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Die UBS weitet angesichts der anhaltenden Negativzinsen die Gebühren für reiche Privatkunden aus, die grosse Teile ihres Vermögens in bar halten. Mit Anfang November werde auf Beträge ab 500'000 Euro (cirka 546'000 Franken) eine Zahlung von 0,6 Prozent pro Jahr fällig.

Ein Banksprecher bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Agentur «Bloomberg». Bislang lag die Schwelle für Euroguthaben bei einer Million. Darüber hinaus werden ab November auch Franken-Beträge ab zwei Millionen mit einer Abgabe von 0,75 Prozent belegt, bestätigte die Bank frühere Angaben.

Die Gebühren gelten jeweils nur für Gelder, die bei der UBS in der Schweiz gebucht sind. Mit der Abgabe will UBS ihre reichen Kunden dazu bewegen, ihr Geld zu investieren, statt es in bar zu horten. «UBS hat eine breite Palette von Investment-Produkten, um den Kunden alternative Lösungen anzubieten», erklärte sie.

Banken müssen in der Schweiz und der Euro-Zone Gebühren dafür bezahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei den Notenbanken parken. In der Schweiz liegt dieser Strafzins bei 0,75 Prozent, in der Euro-Zone bei 0,4 Prozent. (fal/sda)

Erstellt: 06.08.2019, 18:18 Uhr

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