Novartis erhält für neues Krebsmittel bis zu 370’000 Franken

Der Pharmakonzern hat sich mit den Krankenkassen über den Preis für seine Zelltherapie geeinigt. Die Beteiligten sprechen von einem «Meilenstein».

Das Basler Unternehmen hat ein gentechnisches Verfahren für die Krebsbehandlung entwickelt.(Keystone/Georgios Kefalas/Archiv)

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Der Basler Pharmakonzern Novartis hat sich mit den fünf Krankenkassen Helsana, Sanitas, KPT, Swica und CSS sowie den ausführenden Spitälern auf einen Preis für seine neue Zelltherapie Kymriah geeinigt, die sich an schwerkranke Krebspatienten richtet. Der Tarifvertrag regelt eine Vergütungshöhe «unterhalb des aktuellen Listenpreises von 370’755 Franken». Das geht aus dem Entwurf einer Medienmitteilung hervor, welcher der «SonntagsZeitung» vorliegt. Wie hoch der genaue Preis liegt, steht darin nicht.

Kymriah ist nicht ein herkömmliches Krebsmedikament, sondern eine Behandlung, die im Spital einmalig verabreicht wird. Dabei werden Krebspatienten Blutzellen entnommen und diese danach gentechnisch so verändert, dass sie Krebszellen bekämpfen. Die umgebauten Blutzellen werden anschliessend wieder in den Patienten zurückverpflanzt. Kymriah wird ausschliesslich stationär und in speziell dafür zertifizierten Spitälern eingesetzt.

Ein gentechnisches Verfahren

Kymriah wurde in der Schweiz für die Behandlung von zwei Krebsarten zugelassen – für gewisse Blutkrebserkrankungen und für das Non-Hodgkin-Lymphom. Die beiden Indikationen werden gemäss der nun abgeschlossenen Vereinbarung unterschiedlich hoch vergütet. Wie hoch, haben die Vertragspartner nicht bekannt gegeben. Die abgestuften Preise begründe sich mit der aktuellen Datenlage und der Zahl betroffener Patienten.

Die Herausforderung für die Akteure im schweizerischen Gesundheitswesen habe darin gelegen, dass es sich bei der neuen Therapie nicht um ein herkömmliches Arzneimittel, sondern um ein neues gentechnisches Verfahren verbunden mit einer einmaligen Anwendung handelt, schreiben Novartis, der Spitalverband H-plus und die fünf Kassen. Folglich habe es gegolten, den Aspekt der Vergütung neu zu regeln. Dass dies gelungen sei, bezeichnen sie als «Meilenstein».

Erstellt: 16.06.2019, 16:46 Uhr

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