Migros will Laborfleisch verkaufen

Der Detailhändler möchte die Entwicklung in der «alternativen Fleischproduktion» mitgestalten. Dafür investiert er in ein israelisches Start-up.

Ressourcen schonend und tierfreundlicher: Die Migros will künftig auch künstliche Fleischprodukte verkaufen. (7. März 2019)

Ressourcen schonend und tierfreundlicher: Die Migros will künftig auch künstliche Fleischprodukte verkaufen. (7. März 2019) Bild: Madeleine Schoder

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Die zur Migros-Gruppe gehörende M-Industrie beteiligt sich am israelischen Start-up Aleph Farms, das auf die Entwicklung von künstlichem Fleisch spezialisiert ist. Sie investiere so in eine zukunftsträchtige Technologie, mit der Fleisch ressourcenschonend und ohne Tierhaltung produziert werden könne, teilte die Migros am Dienstag mit.

Dem Team von Aleph Farms sei es gelungen, tierische Zellen in Inkubatoren innerhalb von wenigen Wochen zu einem Steak zusammenwachsen zu lassen, heisst es in der Migros-Mitteilung. Dazu müssten keine Tiere verarbeitet werden und Ressourcen würden geschont.

Die Migros sieht im Bereich der kultivierten Fleischprodukte ein grosses Marktpotential, das den weltweit steigenden Fleischkonsum nachhaltig decken könne. Die Migros könne mit der Beteiligung zum einen die Entwicklung in der «alternativen Fleischproduktion» mitgestalten. Andererseits könne sie das Fachwissen des Migros-eigenen Fleischverarbeiters Micarna einbringen und dem «zellbasierten» Fleisch einen breiten Marktzugang ermöglichen, heisst es.

Die Migros hinkt damit allerdings Coop etwas hinterher. Denn der Fleisch- und Nahrungsmittelverarbeiter Bell, eine Tochtergesellschaft von Coop, ist bereits vor knapp einem Jahr in den Bereich Kunstfleisch eingestiegen. Bell hatte sich damals am niederländischen Unternehmen Mosa Meat beteiligt, das auf die Herstellung von «kultiviertem Rindfleisch» direkt aus tierischen Zellen spezialisiert ist. (aru/sda)

Erstellt: 14.05.2019, 14:35 Uhr

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