Konflikt zwischen US-Börsenaufsicht und Musk eskaliert

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht ein Tweet des amerikanischen Elektroautobauers im vergangenen Februar.

Eine spezielle Figur: Elon Musk während einer Medienkonferenz über die Space X Falcon 9 Rakete. (2. März 2019)

Eine spezielle Figur: Elon Musk während einer Medienkonferenz über die Space X Falcon 9 Rakete. (2. März 2019) Bild: Mike Blake/Reuters

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Rechtsstreit zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Tesla-Chef Elon Musk um dessen Social-Media-Aktivitäten weitet sich aus. Musks Argumentation, warum er für seine umstrittenen Tweets nicht belangt werden solle, «grenzt ans Lächerliche», hiess es in einem in der Nacht zum Dienstag von der SEC eingereichten Gerichtsdokument.

Musk hatte in der Vorwoche zum Gegenangriff auf die Behörde ausgeholt. Er beschuldigte die Börsenaufsicht unter anderem, sein Verfassungsrecht auf Redefreiheit einschränken zu wollen. Bei dem Konflikt geht es vor allem um einen Tweet vom Februar, in dem Musk laut SEC irreführende Informationen an die Finanzwelt verbreitete.

Die Aufsicht liegt schon länger mit Musk im Clinch und fordert, dass dieser wegen Missachtung des Gerichts schuldig gesprochen wird. Die SEC wirft ihm vor, gegen Auflagen eines Vergleichs verstossen zu haben, die ihm eigenmächtige marktbewegende Tweets verbieten.

Für Musk steht viel auf dem Spiel

Musk hatte sich damals unter anderem verpflichtet, Tweets, die den Aktienkurs bewegen könnten, von dem Unternehmen vorher freigeben zu lassen. Tesla bestätigte der SEC, dass Musk dies bei keinem einzigen seiner Tweets gemacht hatte – nach Auffassung des Unternehmens sei dies aber auch nicht nötig gewesen.

Die SEC ist anderer Meinung und verweist unter anderem auf den Tweet von Mitte Februar, in dem Musk zunächst von einer Jahresproduktion von 500'000 Fahrzeugen 2019 sprach. Mehrere Stunden später stellte er klar, dass es sich bei dieser Zahl nur um eine hochgerechnete Rate zum Jahresende handle.

Der Vergleich war im vergangenen Herbst zustande gekommen, nachdem Musk die Märkte im August bei Twitter mit halbgaren Plänen zu einem Börsenrückzug Teslas irritiert und die SEC ihn wegen Marktmanipulation verklagt hatte. Für Musk steht viel auf dem Spiel: Sollte der Tech-Milliardär der Missachtung des Gerichts schuldig gesprochen werden, könnte das zu weiteren Strafen und Einschränkungen für ihn führen. (fal/sda)

Erstellt: 19.03.2019, 16:37 Uhr

Artikel zum Thema

Musk-Tweet sorgt für Aufregung

Der Tesla-Chef meldete Zahlen auf Twitter, was prompt die Börsenaufsicht auf den Plan brachte – und den Aktienkurs stürzte. Mehr...

Tesla-Läden bleiben offen, Preise steigen

Elon Musk will seine Elektroautos nur noch online verkaufen. Seine Verkaufsstrategie musste er nun aber nochmals überdenken. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!