Bitcoin schiesst durch die Decke

Gestern die 5000-Dollar-Marke geknackt, heute schon nahe bei 6000 Dollar: Bitcoin jagt von einem Rekord zum nächsten.

Werden durch komplexe Rechenoperationen unter Beteiligung zahlreicher Computer erschaffen: Bitcoin-«Münzen».

Werden durch komplexe Rechenoperationen unter Beteiligung zahlreicher Computer erschaffen: Bitcoin-«Münzen». Bild: Jens Kalaene/Keystone

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Bitcoin nimmt nun die Marke von 6000 Dollar ins Visier. Die Kryptowährung verteuerte sich am Freitagmorgen auf der Handelsplattform BitStamp um bis zu 7,4 Prozent auf 5846 Dollar. Kurz vor dem Mittag stand eine Einheit der bekanntesten Kryptowährung bei rund 5650 Dolllar.

Erst am Donnerstag hatte der Kurs die Marke von 5000 Dollar geknackt. Das gesamte Volumen des vom Computer erschaffenen Geldes liegt damit laut der Internetseite Coinmarketcap bei knapp 100 Milliarden Dollar.

Boomendes Cybergeld

Das Geschäft mit Cybergeld boomt, Bitcoin ist das grösste und bekannteste davon. Laut Coinmarketcap gibt es inzwischen über 1000 verschiedene Kryptowährungen. Ethereum liegt mit einem Marktwert von rund 30 Milliarden Dollar auf Platz zwei.

Die Kurse der Cyber-Devisen hatten in den vergangenen Wochen massiv unter Druck gestanden, Bitcoin hatte innerhalb kurzer Zeit mehr als 1000 Dollar verloren. Der weltweit grösste Handelsplatz China hatte den Zugang zu den Währungen erheblich eingeschränkt, die speziellen Bitcoin-Handelsplätze machten ihre Pforten dicht. Auch Russland schränkte den Handel ein.

Der Chef der US-Investmentbank JP Morgan, Jamie Dimon, bezeichnete Bitcoins im September als «Betrug», die Währung werde «explodieren».

Herdeneffekt

Wegen der Popularität von Bitcoin springen Händlern zufolge immer mehr Anleger auf den Zug auf und treiben so den Preis in die Höhe. Ein weiterer Grund für die aktuelle Kursrallye ist nach Einschätzung von Analyst Mati Greenspan von der Handelsplattform eToro eine bevorstehende technische Neuerung bei Bitcoin, um die Ausbreitung der Währung zu beschleunigen. Ihm zufolge soll die Währung geteilt werden und jeder Anleger soll für einen Bitcoin das abgespaltene Äquivalent geschenkt bekommen. (rub/AFP)

Erstellt: 13.10.2017, 11:45 Uhr

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