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Flüchtlingsdrama auf griechischer Insel«Wir wissen nicht, was wir essen sollen»

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria sind über 11’000 Menschen obdachlos. Sie hoffen, bald aufs europäische Festland zu kommen, müssen aber wohl noch lange auf Lesbos bleiben

Verzweifelter Kampf: Asylsuchende streiten sich um Trinkwasser, das von einer Hilfsorganisation verteilt wird (12. September 2020).
Verzweifelter Kampf: Asylsuchende streiten sich um Trinkwasser, das von einer Hilfsorganisation verteilt wird (12. September 2020).
Foto: Orestis Panagiotou (EPA, Keystone)

Für Abdulkalim Khani ist es die nächste Etappe auf seiner jahrelangen Odyssee. Der Mann aus Kabul, Afghanistan, hat sich mit seiner Frau und den acht Kindern in den spärlichen Schatten eines Bäumchens am Strassenrand gedrängt, sie haben zwei Rollkoffer und eine zusammengerollte Decke bei sich und ein paar zu Bündeln verschnürte Plastiksäcke. Wo die Reise hinführt, ist noch ungewisser als zuvor; vor zwei Tagen haben sie ihr Nötigstes zusammengerafft und sind vor den Flammen davongelaufen, die sich ihrem Zelt am Rand von Moria, bis dato Europas grösstem Flüchtlingslager, entgegenfrassen.

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