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Interview mit Heidi Hanselmann«Wir sind auf einem guten Weg»

Die Kantone fordern vom Bundesrat eine langsame Öffnung der Spitäler für Wahlbehandlungen, sagt die oberste Gesundheitsdirektorin. Zudem sollen der Bund und die Krankenkassen den Spitälern finanziell unter die Arme greifen.

Für die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann hat der Gesundheitsschutz der Bevölkerung nach wie vor oberste Priorität.
Für die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann hat der Gesundheitsschutz der Bevölkerung nach wie vor oberste Priorität.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Am Donnerstag entscheidet der Bundesrat, in welchem Tempo das öffentliche Leben in der Schweiz wieder in Gang kommt. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, darüber zu entscheiden?

Aus Sicht der Kantone ist es der richtige Moment, weil die Ansteckungshäufigkeit zurückgeht, wenn auch langsam. Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten, die im Spital oder gar auf der Intensivstation liegen, hat sich stabilisiert. Deshalb kann man nun darüber diskutieren, wie die Massnahmen dosiert zu lockern sind. Wichtig ist aber, dass wir die Neuansteckungen immer im Auge behalten. Diese dürfen keinesfalls plötzlich wieder exponentiell ansteigen, womit das Gesundheitssystem überlastet werden könnte. Wir wollen keine Stop-and-go-Politik. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen müssen bei der etappenweisen Lockerung eine Rolle spielen, aber an erster Stelle kommen gesundheitswissenschaftliche Kriterien. Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung steht weiterhin im Zentrum.

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