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Kolumne Krogerus&TschäppelerWie man Ideen bewertet (nein, nicht mit Klebepunkten am Flipchart)

Es ist die Stunde null des Brainstormings: An der Wand hängen Ideen, überall sind Klebepunkte verteilt, die Stimmung ist gut, aber man fragt sich: Und jetzt?

Foto: Roman Tschäppeler

Sie werden folgende Situation kennen: Man hatte ein (gutes) Brainstorming. Auf dem Flipchart oder an der Wand hängen viele (gute) Ideen. Das Energielevel ist hoch. Aber wie geht man weiter? Wie entscheidet man sich? Kurz: Und jetzt?

Vorweg dies: Die Frage, welche Idee man verfolgen sollte und welche nicht, und vor allem auch die Frage, wie man sich darauf einigt, welche man verfolgen sollte und welche nicht, sind ein Minenfeld. Alles kann in diesem Moment schiefgehen. Man kann aus Kompromissfreudigkeit aus drei guten Ideen eine schlechte machen («Lasst uns doch alle Ideen miteinander kombinieren!»). Oder sich aus fadenscheinigen Gründen für fadenscheinige Ideen entscheiden («Ich spüre, dass dies die richtige Idee ist!»). Oder mit einer zu direktiven Art, alle vor den Kopf stossen («Wir machen das jetzt so!»). Auch beliebt ist die Vertagung von Entscheidungen, um «Experten» einzubeziehen («Ich will das zu Hause noch meinem Nachbarn zeigen und meinem Hund!»). In der Regel weicht beim Entscheiden das eben noch hohe Energielevel einer passiv-aggressiven Frustration.

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