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Zum Eishockey-SaisonstartWer wird Meister? Wer stürzt ab? Wer verblüfft?

Die neue Schweizer Eiszeit beginnt heute, wir sagen voraus, wie sie verlaufen wird. Von A(rcobello) bis Z(SC Lions) – diese Figuren und Clubs prägen die Saison.

Wird der HC Lugano in der «Corona-Saison» die positive oder die negative Überraschung? Das Maskentragen klappt jedenfalls schon.
Wird der HC Lugano in der «Corona-Saison» die positive oder die negative Überraschung? Das Maskentragen klappt jedenfalls schon.
Foto: Marusca Rezzonico (freshfocus)

Wer wird Meister?

Hier gibts nur zwei Meinungen: Jubeln die ZSC Lions nicht nur in den Testspielen, sondern auch Ende Saison?
Hier gibts nur zwei Meinungen: Jubeln die ZSC Lions nicht nur in den Testspielen, sondern auch Ende Saison?
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
Oder führt Trainer Dan Tangnes den EV Zug zum Titel?
Oder führt Trainer Dan Tangnes den EV Zug zum Titel?
Foto: Patrick Straub (freshfocus)
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ZSC Lions: Es führt kein Weg vorbei an den ZSC Lions. Sie haben keinen wirklichen Schwachpunkt, sind zudem in der Offensive überdurchschnittlich besetzt. Der Bonus, nach Pius Suters Abgang nach Nordamerika als einziges Team fünf Ausländer einsetzen zu können, macht die Lions zum noch grösseren Favoriten. (kk)

EV Zug: Was im Rückblick auf die letzte Saison leicht vergessen wird: Die Zuger hätten die Qualifikation mit einem Sieg im letzten Spiel gewonnen, obschon sie phasenweise weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Sie haben in Genoni den besten Goalie und werden sich nicht scheuen, in zusätzliche, hochkarätige Ausländer zu investieren. (sg.)

ZSC Lions: Die Zürcher sind so komisch das klingtProfiteur der Corona-Krise. Sie konnten im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ins Kader investieren, wie das Beispiel Andrighetto zeigt. Ein weiteres Argument für den Meistertipp: Trainer Grönborg vermag aus dem prächtig besetzten Ensemble vieles herauszuholen. (mob)

EV Zug: Die ZSC Lions mögen in der Breite noch etwas besser besetzt sein, doch der EV Zug wird ohne das belastende Label «Topfavorit» im Playoff durchstarten, verstärkt durch einen oder zwei neue Ausländer. Denn wenn Genoni hinten das Tor schliesst, ist die Entscheidung schon gefallen. (ädu)

Wer wird das Überraschungsteam?

Hier gehen die Meinungen auseinander: Jubelt der HC Lugano häufiger als erwartet?
Hier gehen die Meinungen auseinander: Jubelt der HC Lugano häufiger als erwartet?
Foto: Pablo Gianinazzi (Keystone)
Oder wiederholt Trainer Patrick Emond mit Genf-Servette die starke Leistung der letzten Saison?
Oder wiederholt Trainer Patrick Emond mit Genf-Servette die starke Leistung der letzten Saison?
Foto: William Gammuto (Keystone)
Nichts zu verlieren: Die Rapperswil-Jona Lakers und Trainer Jeff Tomlinson könnten einen unerwartet grossen Schritt nach vorne tätigen.
Nichts zu verlieren: Die Rapperswil-Jona Lakers und Trainer Jeff Tomlinson könnten einen unerwartet grossen Schritt nach vorne tätigen.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)
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HC Lugano: Klasen verkörperte in den letzten Jahren den HC Lugano: begabt, aber nicht tough genug. Nun ist der Schwede weg, mit Traber und Antonietti legte das Team derweil an Härte zu. Und die neuen Ausländer Arcobello, Boedker und Carr werden mit Fazzini und Co. die Tessiner in die Spitzengruppe schiessen. (ädu)

Genf-Servette: Ist es nach letzter Saison und Rang 4 überhaupt noch eine Überraschung, wenn Genf-Servette wieder in den vorderen Rängen mitspielt? Ja! Denn die Saison der Bestätigung ist immer die schwierigere. Trainer Patrick Emonds Team wird nichtsdestrotz genau das gelingen: nochmals vorne mitzuspielen. (kk)

SC Bern: Der SCB ist noch immer der SCBdas sollte bei allen Untergangsgesängen nicht vergessen gehen. Gewiss wird Topskorer Arcobello fehlen. Aber: Bern hat mit Moser, Untersander, Scherwey und Co. nach wie vor das Personal und vor allem die Mentalität –, um in der oberen Tabellenhälfte mitzumischen. (mob)

Rapperswil-Jona: Die Lakers hatten zwei Jahre, um sich in der National League zu etablieren. Nun haben sie einiges für den nächsten Schritt: einen Topgoalie (Nyffeler), junge, aufstrebende Schweizer (Egli, Eggenberger, Lehmann, Schweri) und ein starkes Ausländerpaket (Cervenka, Clarke, Moses, Rowe). Das Pre-Playoff (Rang 10) ist möglich. (sg.)

Wer stürzt ab?

Das lehrt die jüngere Vergangenheit: Beim HC Lugano (Trainer Serge Pelletier) ist stets Potenzial für eine negative Überraschung vorhanden.
Das lehrt die jüngere Vergangenheit: Beim HC Lugano (Trainer Serge Pelletier) ist stets Potenzial für eine negative Überraschung vorhanden.
Foto: Pablo Gianinazzi (Keystone)
Der HC Davos und Verteidiger Sven Jung schwebten letzte Saison auf einer Erfolgswelle – gehts nun in die andere Richtung?
Der HC Davos und Verteidiger Sven Jung schwebten letzte Saison auf einer Erfolgswelle – gehts nun in die andere Richtung?
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
Der HC Fribourg-Gottéron und die BCF Arena: Das erneuerte Stadion als schlechtes Omen?
Der HC Fribourg-Gottéron und die BCF Arena: Das erneuerte Stadion als schlechtes Omen?
Foto: Anthony Anex (Keystone)
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HC Lugano: Ja, das Sturmtrio Boedker/Arcobello/Fazzini verleitet zum Träumen. Die Bianconeri werden ab und zu für einen magischen Abend sorgen. Aber durch eine lange Saison trägt einen primär die solide Abwehrarbeit. Und die Verteidigung lässt viele Wünsche offen. Kommt dazu, dass die Tessiner Goalie Elvis Merzlikins immer noch vermissen. (sg.)

HC Davos: Letzte Saison lief es beim umgebauten HC Davos von Anfang an rund, am Ende fehlte gar nur wenig zum Qualifikationssieg. Diesmal ist der Druck grösser, zudem fehlen die Tore von Tedenby. Es wird für die Davoser daher ein harter Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. (ädu)

Lausanne: Eigentlich sind die Waadtländer ein Spitzenteam – auf dem Papier. Doch all die Transferwirbel und auch weitere unnötig ins Team gebrachte Unruhen wird der LHC zu spüren bekommen. Der Mix für eine negative Überraschung ist in Lausanne definitiv vorhanden. (kk)

Fribourg-Gottéron: Die erste «richtige» Saison in der neuen Arena wird Gottéron zum Verhängnis. Weil Anspruchshaltung und Realität auseinanderdriften. Die beiden grössten Problembereiche der Freiburger: Ihre Leistungsträger sind in die Jahre gekommen und Chris DiDomenico wird früher oder später für Unruhe sorgen. (mob)

Wer wird Topskorer?

Ein erster Rückkehrer als Anwärter auf den Topskorer-Titel: Cory Conacher (links) stürmt neu für Lausanne.
Ein erster Rückkehrer als Anwärter auf den Topskorer-Titel: Cory Conacher (links) stürmt neu für Lausanne.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)
Ein zweiter Rückkehrer als Anwärter auf den Topskorer-Titel: Linus Omark trägt neu die Farben von Genf-Servette.
Ein zweiter Rückkehrer als Anwärter auf den Topskorer-Titel: Linus Omark trägt neu die Farben von Genf-Servette.
Foto: Martial Trezzini (Keystone)
Der frühere Berner Mark Arcobello in Lugano: Neue Farben, neues Glück?
Der frühere Berner Mark Arcobello in Lugano: Neue Farben, neues Glück?
Foto: Alessandro Crinari (Keystone)
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Cory Conacher: Nach vier Jahren in den USA, wo er zwischen der AHL und der NHL pendelte, ist Cory Conacher zurück in der Schweiz. Der Kanadier ist klein, aber vor dem Tor bissig und abgebrüht. Bern hätte ihn gern wieder verpflichtet, doch nun wird er in Lausanne für einen Punkt pro Match sorgen mindestens. (ädu)

Linus Omark: Sein Abgang aus der Schweiz war wenig ruhmreich: Coach Doug Shedden setzte ihn im Playoff 2013 beim EVZ zuletzt nicht einmal mehr ein. Doch den schwedischen Künstler liess das unbeeindruckt: Danach tat er wieder das, was er immer getan hatte: Er skorte. Sogar in der hochkompetitiven KHL fast einen Punkt pro Spiel. Und weiter geht es im Takt. (sg.)

Garrett Roe: Der Amerikaner der ZSC Lions ist einer der smartesten Center der Liga. Gesegnet mit feinen Händen, dem Auge für den Mitspieler und Abschlussqualitäten kann er in jedem Spiel für die Differenz sorgen. Es spricht nichts dagegen, aber fast alles dafür, dass er Pius Suter als Ligatopskorer beerben wird. (mob)

Mark Arcobello: Er war bereits in Bern unter Kari Jalonen ein herausragender Skorer. Nun stürmt Mark Arcobello in Lugano und wird entsprechend mehr Freiheiten in der Offensive erhalten. Ob er mehr Erfolg mit dem Team hat, kann zwar angezweifelt werden, aber für den Liga-Topskorer wird es dennoch reichen. (kk)

Wer wird Youngster des Jahres?

Er war bereits letzte Saison stark: Davos' junger Österreicher Benjamin Baumgartner (links, gegen ZSC-Verteidiger Maxim Noreau).
Er war bereits letzte Saison stark: Davos' junger Österreicher Benjamin Baumgartner (links, gegen ZSC-Verteidiger Maxim Noreau).
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
Gleiches gilt für ihn: Biels Verteidiger Janis Moser.
Gleiches gilt für ihn: Biels Verteidiger Janis Moser.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)
Einer der Talente des EV Zug: Stürmer 
Sven Leuenberger.
Einer der Talente des EV Zug: Stürmer
Sven Leuenberger.
Foto: Marc Schumacher (freshfocus)
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Benjamin Baumgartner: Er war bereits letzte Saison gut, ja, sogar sehr gut: der junge Österreicher des HC Davos, Benjamin Baumgartner. Der Mittelstürmer durfte bereits 2019/20 oft zwischen zwei Imports ran, Trainer Christian Wohlwend wird ihm erneut alle Chancen geben, um so richtig durchzustarten. (kk)

Janis Moser: Er ist erst 20 Jahre alt. Was zuweilen vergessen geht, wenn man dem Bieler Eigengewächs beim Spielen zuschaut. 2019 wurde der Verteidiger bereits zum «Youngster of the Year» gewählt. Doch für ihn liegt noch viel mehr drin. (mob)

Sandro Schmid: Der Jungcenter setzte in seiner ersten Saison nach seiner Rückkehr aus der schwedischen Juniorenliga immer mal wieder Glanzpunkte und wurde zusehends auch im Powerplay eingesetzt. Sein Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft, und Christian Dubé ist schlau genug, um zu wissen, dass er die nächste Generation aufbauen muss. (sg.)

Sven Leuenberger: Der Zuger ist erst 21-jährig und hat doch schon fast 100 Spiele in der höchsten Liga bestritten. Nun ist für den vielseitigen Stürmer die Zeit gekommen, um den nächsten Schritt zu machen und im Zuger Ensemble zu einem Leistungsträger zu werden. (ädu)

7 Kommentare
    Lukas Fassbind

    Ambri wird Meister und die Journalisten an der Medienzentrale „Tagesanzeiger“ merken es nicht...

    Ambri hat die Coronakrise am besten gemeistert, weil sie grundsätzlich immer im Krisenmodus sind.

    Forza Ambri!