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Gewerbepolitiker aus Küsnacht «Wenn ich für ein Nein einstehe, gelte ich als schlechter Christ»

Thomas Hess ist Geschäftsleiter des kantonalen KMU- und Gewerbeverbands – und Katholik. Er kritisiert, dass die Kirchen die Konzerninitiative befürworten.

Der Küsnachter Thomas Hess leitet seit sieben Jahren den KGV.
Der Küsnachter Thomas Hess leitet seit sieben Jahren den KGV.
Foto: PD

Wir stecken mitten in der zweiten Corona-Welle. Wie sehr beschäftigt Sie die Konzernverantwortungsinitiative?

Neben Corona ist die Initiative derzeit unser Hauptthema. Dies, obwohl bei einer nationalen Abstimmung der schweizerische Gewerbeverband im Lead ist. Für uns ist die Verantwortungsinitiative deshalb ein so wichtiges Thema, weil eine Annahme auch kleine und mittlere Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit treffen würde.

Nun betonen aber die Initianten immer wieder, dass KMU von der Initiative ausgenommen seien.

Wenn man den Initiativtext liest, wird klar, dass auch KMU davon betroffen sind. Natürlich nicht der Dorfmetzger. Aber zum Beispiel ein Farb- und Lackproduzent, der mit Lieferanten und Sublieferanten arbeitet. Eine solche Lieferkette besteht aus vielen kleinen Zellen, die ihr Klagerecht an ein NGO abtreten könnten. Die Initiative hat ein hohes Potenzial für juristische Auseinandersetzungen, und das wird dann teuer.

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