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Mutiertes Virus in KilchbergWegen Coronafall an Schule müssen 900 Personen in die Quarantäne

Ein Schulkind hat sich mit dem mutierten Coronavirus infiziert. Nun sind drei Schuleinheiten in Kilchberg geschlossen.

Das Primarschulhaus Dorfstrasse muss wegen der mutierten Coronavariante schliessen. Ab sofort gilt nicht mehr nur für Lehrer, sondern auch für Schulkinder der 4. bis 6. Klasse eine Maskenpflicht auf den Schulanlagen.
Das Primarschulhaus Dorfstrasse muss wegen der mutierten Coronavariante schliessen. Ab sofort gilt nicht mehr nur für Lehrer, sondern auch für Schulkinder der 4. bis 6. Klasse eine Maskenpflicht auf den Schulanlagen.
Symbolfoto: Keystone

Weil sich ein Unterstufenschüler des Kilchberger Primarschulhauses Dorfstrasse mit der mutierten Variante des Coronavirus angesteckt hat, müssen alle Schüler und Mitarbeiter der drei Schuleinheiten der Gemeinde in die Quarantäne. Wie der «Blick» schreibt, wurde bei dem Schüler die aus Grossbritannien stammende Virusmutation festgestellt.

Ansteckendere Mutation

Wie die kantonale Gesundheitsdirektion auf Anfrage schreibt, sind im Fall der Schule Kilchberg rund 900 Personen in Quarantäne. Nach aktuellem Wissensstand verursache die Mutation zwar vergleichbare Krankheitsverläufe wie der bekannte Corona-Virusstamm, sei jedoch bedeutend ansteckender. Wo sich der Kilchberger Schüler angesteckt habe, sei nicht bekannt.

Um die Ausbreitung der neuen Virusvariante verlangsamen zu können, werde bei Verdacht auf eine Infektion mit dem mutierten Erreger nicht nur eine PCR-Testung veranlasst, sondern «für Kontakte und Kontakte der Kontakte der infizierten Person eine Quarantäne angeordnet. Also müssen sich beispielsweise auch die Eltern der Kinder, die mit dem erkrankten Unterstufenschüler in die Klasse gehen, in Quarantäne begeben. Weiter empfiehlt die Gesundheitsdirektion, am fünften Tag der Quarantäne einen PCR-Test zu machen. Dafür werden Abstriche vom Nasen- und Mundrachen genommen.

Eine Woche Fernunterricht

In einer Mitteilung an die Eltern erklärt Kilchbergs Bildungsvorsteherin Susanne Gilg (ohne Partei) im Namen des schulischen Krisenstabs, die Schliessung der Schuleinheiten sei nötig, weil «sehr viele Lehrpersonen und Mitarbeitende in verschiedenen Klassen und verschiedenen Schulhäusern tätig sind.» Wegen dieser Durchmischung sei es unmöglich, «nur alle im 1. und 2. Grad betroffenen Personen in Quarantäne zu schicken.»

Zu Hause in Quarantäne bleiben müssten jedoch «nur die Familienmitglieder inklusive Geschwister der betroffenen Klasse. Alle anderen bitten wir, zu Hause zu bleiben und auf private Treffen mit anderen Kindern zu verzichten», heisst es in der Mitteilung.

Die Schule bleibt bis zum nächsten Samstag geschlossen. Bis dahin werden die betroffenen Kinder im Fernunterricht betreut. Zudem seien Hort, Musikschule sowie sämtliche Kurse und Freizeitkurse diese Woche abgesagt. Der Unterricht und sämtliche Angebote können voraussichtlich ab dem kommenden Montag wieder normal stattfinden, schreibt Gilg.

3 Kommentare
    Ricky

    Man müsste selbstverständlich erforschen, woher der Virus gekommen ist. Um das mindeste gegen Neuansteckungen machen zu können. Oder will man einfach da hocken und auf hilfloses Opfer machen?