Zum Hauptinhalt springen

Wahl zum Statthalter HorgenWas es über die beiden Bezirksrats-Kandidaten zu wissen gilt

Die beiden Hirzler Markus Braun und Walter Reutimann buhlen um das Amt des Bezirksratspräsidenten. Im Gemeinderat waren sie einst ein eingespieltes Team, im Wahlkampf bleibt von der Harmonie wenig übrig.

Markus Braun (links) und Walter Reutimann duellieren sich um das Statthalteramt.
Markus Braun (links) und Walter Reutimann duellieren sich um das Statthalteramt.
Fotos: PD

Am 7. März wählt der Bezirk Horgen einen neuen Statthalter und somit auch einen neuen Bezirksratspräsidenten. Der bisherige Statthalter Armin Steinmann wird pensioniert. Als dessen Nachfolger beworben haben sich Markus Braun (parteilos) und Walter Reutimann (FDP). Beide sind Hirzler, 57 Jahre alt, Juristen und sassen bis zur Eingemeindung über zehn Jahre gemeinsam im Gemeinderat. Braun als Gemeindepräsident, Reutimann als Finanz- und Sicherheitsvorsteher. Ein Gespräch mit den beiden Kandidaten zeigt: In allem ähneln sie sich nicht.

Sie beide müssten Ihren aktuellen Job aufgeben. Weshalb möchten Sie trotzdem Statthalter werden?

Reutimann: Dass ich mich für das Amt interessiere, wurde mir im letzten Sommer bewusst. Dies, nachdem ich Gespräche mit ehemaligen Statthaltern geführt habe und das Anforderungsprofil mit meinen Fähigkeiten abgeglichen hatte. Als ehemaliger Sicherheitsvorstand und Gemeinderat vom Hirzel hatte ich schon sehr viele Berührungspunkte mit dem Amt gehabt. Die FDP des Bezirks hat mich dann nach einer Evaluation ins Rennen geschickt. Nach einer Befragung durch die interparteiliche Konferenz (IPK) unterstützen mich nun alle Parteien von links bis rechts.

Braun: Für den Job interessiere ich mich schon seit Jahren. Er erfordert die Kenntnisse und Erfahrungen, die ich in den letzten 28 Jahren in Beruf und Politik erworben habe. Als Gemeindepräsident hatte ich politisch und als selbstständig erwerbender Rechtsanwalt habe ich heute noch beruflich mit Statthalterämtern und Bezirksräten zu tun. Die letzten drei Jahre habe ich mich intensiver mit einer Kandidatur auseinandergesetzt, das Anforderungsprofil studiert und ebenfalls viele Gespräche geführt. Meine Kanzlei aufzugeben und in den Staatsdienst zu treten, habe ich mir reiflich überlegt. Mitte Oktober habe ich meine ehemaligen Gemeinderatskollegen, ebenso Walter Reutimann, über die Kandidatur informiert. Schade fand ich, dass ich von seiner Kandidatur erst aus der Zeitung erfahren musste.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.