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Schönfärberei bei den EmissionenWarum Plug-in-Hybride «Schummel-Autos» heissen

Auf dem Papier sehen die Umweltwerte extrem gut aus. Doch in der Praxis verbrauchen Plug-in-Hybride oft viel mehr.

Erfüllt Erwartungen nicht

«Die heutige regulatorische Auslegung hat übermotorisiertere Fahrzeuge zur Folge, was wohl kaum zu einer CO2-Reduktion führt.»

Christian Bach, Autoingenieur Empa Dübendorf
Sein Verbrauch berechnet sich nach den Daten amerikanischer Pendler. Doch in der Schweiz verhält sich niemand wie ein amerikanischer Pendler. Urmodell des Ford Kuga.

Zu schön, um etwas zu ändern

«Sämtliche Arten von alternativen Antrieben helfen, den CO2-Ausstoss zu senken.»

Christoph Wolnik, Auto-Schweiz

Fahrzeugmasse entscheidend

Starker Ausbau der Ladestationen

241 Kommentare
    Peter Antipovic

    Wenn man über die Schönfärberei spricht, wäre Objektivität angesagt. Die gegenwärtige Elektrifizierung ist auch nicht nur schön. Die Mobilität auf Batterien basierend wird vorwiegend als ein positiver Beitrag zum Umweltschutz breit geteilt. Das wäre allerdings der Fall falls wir, als unerlässliche Vorausetzung dazu, grüne Elektrizität und umweltschonend gewonnene Rohstoffe zur Verfügung hätten, wovon wir weit entfernt sind. Das Problem der Residualenergie (Differenz erneuerbare Energie Soll/Ist) ist zeitnah ungelöst. Die gegenwärtige Stromversorgung (CH-Verbrauchermix) verursacht eine Emission von 0.041 kg CO2-eq/MJ und eine Umweltbelastung (UBP06) von 125.2 Pkt. (Diesel für PKW 54.3 Pkt). Allerdings erfolgt hier die Umweltbelastung nicht "zu Hause" sondern bei "Nachbaren". Ist es schön? Auch die dreckig gewonnenen Rohstoffe belasten "die Anderen" und nicht ausgeschlossen, wird Mal die ungelöste (da nicht rentable) Batterie-Entsorgung auch auf diese Art gelöst. Soviel zur Schönfärberei.