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Unterschiede bei VermögensberatungWarum Frauen beim Geldanlegen schlechter wegkommen

Frauen zahlen für Aktien höhere Gebühren als Männer und erhalten weniger Rendite. Welche Rolle dabei Risikofreude und Finanzwissen spielen, hat eine Professorin erforscht.

Anlegerinnen und Anleger sollten auch wissen, über was sie in einem Vermögensberatungsgespräch nicht reden wollen.
Anlegerinnen und Anleger sollten auch wissen, über was sie in einem Vermögensberatungsgespräch nicht reden wollen.
Foto: Getty Images

Es klingt wie ein plumpes Vorurteil, das Frauen schlechte Finanzkenntnisse unterstellt: Wenn sie ihr Geld anlegen, bezahlen sie höhere Gebühren und erhalten sogar noch weniger Rendite als Männer. Zu diesem Fazit kommt eine Studie des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung (Safe) in Frankfurt, für die bei einer deutschen Grossbank 27’000 Vermögensberatungsgespräche von über 4000 Beratern mit 13’000 Kunden ausgewertet wurden.

Daraus zu folgern, dass Frauen im Umgang mit Finanzen weniger geschickt sind, wäre allerdings ebenso falsch wie das abgedroschene Klischee, dass Frauen schlechter Auto fahren. Tatsächlich dürften sie vor allem sicherer unterwegs sein. Christine Laudenbach, Co-Autorin der Studie und Professorin am Institut für Finanzen und Statistik der Universität Bonn, bestätigt, dass Frauen beim Geldanlegen mehr Wert auf Sicherheit legen und deshalb bewusst in weniger riskante Finanzprodukte investieren. Mit dem Verlustrisiko sinkt auch die Chance, eine überdurchschnittliche Performance zu erzielen.

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