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Warum die Österreicher das Schweizer Eis so mögen

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Der Goalie Bernhard Starkbaum hat den EHC im Dezember zwar verlassen, doch auch so kommen die Klotener nicht ohne Österreicher aus. Seit 2015 haben sie Patrick Obrist unter Vertrag, der in der laufenden Saison in 23 Partien 8 Tore und 9 Assists auf seinem Konto verbuchen konnte – und den der EHC-Fitnesstrainer Frédéric Rothen im Iszyt-Video vor einer Woche als den fittesten der Klotener Spieler bezeichnet hatte. Trainieren, das tue er weiterhin hart, sagt Obrist selber; auch wenn er seit Dezember an der Hand verletzt ist und auf dem Eis deshalb seit zweieinhalb Wochen pausieren muss.

«Ich traue mich zu sagen, dass ich einer der Fitteren der Mannschaft bin, das ja.»

Patrick Obrist, Stürmer EHC Kloten

«Ich traue mich zu sagen, dass ich einer der Fitteren der Mannschaft bin, das ja.» Dass Österreicher in den Schweizer Eishockeyligen mittun, ist keine Seltenheit: Derzeit spielen etwa Fabio Hofer und Dominic Zwerger bei Ambri-Piotta, Julian Payr bei Davos, die Brüder Stefan und Martin Ulmer bei Lugano und Olten. «Für uns Vorarlberger ist es grenznah – und man muss ganz klar sagen, dass es in der Schweiz das attraktivere Hockey gibt.» So habe man gerade in den letzten Jahren feststellen können, dass der SC Rheintal, gleich bei der Landesgrenze, für viele österreichische Junioren als Einstieg ins Eishockey genutzt wird – «Damit man später eben nicht mehr als Ausländer gilt und entsprechend keine Ausländerlizenz mehr braucht.»

«Visp ist für mich der unangenehmste Gegner»

Inzwischen ist anhand der Punktetabelle schon klar, dass der EHC Kloten die Playoffs bestreiten wird. Gegen wen es in die erste Runde gehen wird, ist allerdings noch offen, zu eng sind die Abstände zwischen den Rängen, als dass in den acht noch bevorstehenden Spielen keine Verschiebung mehr möglich wäre.

Würde es bei der aktuellen Rangierung bleiben, hiesse der erste Playoff-Widersacher EHC Visp. Und das wäre für Patrick Obrist nicht gerade das Wunsch-Szenario für seine Mannschaft. Zum einen wären die Auswärtsspiele mit einer längeren Anfahrt verbunden, die notabene über Lausanne führte, weil der Reisebus zu hoch ist für den Lötschbergtunnel. «Zum anderen ist Visp für mich persönlich auch einer der unangenehmsten Gegner zum spielen», sagt er. «Aber wenn man die Meisterschaft gewinnen will, dann muss man natürlich jeden schlagen können.»

Eine nächste Gelegenheit, sich gegen die Walliser in Szene zu setzen, ergibt sich umgehend: Heute Freitagabend zuhause am Schluefweg. Und Obrist tippt auf einen Heimsieg, sagt aber auch gleich: «Es wird sehr hart werden, auch weil jetzt nicht mehr viele Spiele anstehen.»