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Zeitzeuge vom ZürichseeVon den Spuren des Verfalls befreit

Die MS Stäfa war das erste echte Querschiff am oberen Zürichsee. Seit über 40 Jahren dient es in Wollishofen als Fest- und Kursort – jetzt wieder wie aus dem Ei gepellt.

Zurück an seinem Stammplatz im kleinen Hafen von Wollishofen steht das ehemalige Querschiff vom oberen Zürichsee wieder dem Gemeinschaftszentrum zur Verfügung.
Zurück an seinem Stammplatz im kleinen Hafen von Wollishofen steht das ehemalige Querschiff vom oberen Zürichsee wieder dem Gemeinschaftszentrum zur Verfügung.
Foto: Christian Dietz-Saluz

Es gibt Schiffe, die tun einem nur noch leid. Sie dümpeln jahrelang herum, verlieren an Farbe und Stolz, nur der Rost nimmt zu. Jede Welle, die an ihrem Rumpf hochschlägt, scheint zu mahnen: Deine Zeit ist gekommen.

Solch einen traurigen Anblick bot zuletzt das Motorschiff MS Stäfa in seinem kleinen Hafenbecken in Wollishofen. Das Wappen mit der Heiligen Verena und der Schriftzug verblassten. Das Dach leckte, die Holzplanken an Deck zollten der Witterung Tribut. Das 1937 gebaute Schiff wurde auch Ziel von Vandalismus.

Patina erhalten

Jetzt wirkt die MS Stäfa wieder wie neu. Die Kibag-Werft in Bäch hat in den vergangenen sechs Monaten ganze Arbeit geleistet. Der 24 Meter lange und über 5 Meter breite Rumpf ist gleissend weiss gestrichen. Marineblaue Geländer und glänzend schwarze Beschläge geben dem Schiff junge Konturen. Das Wappen ist frisch gemalt, die fünf grossen Buchstaben prangen selbstbewusst am Bug. Innen riecht es nach Farbe und vor allem Teaköl. Es verleiht den Holzplanken am Boden Eleganz und Beständigkeit. Die für ihre Entstehungszeit typischen hellen Lattenholzbänke sind mit Glanzlack überzogen, die edlen dunklen Holzpaneele glatt poliert.

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