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Virus auf dem VormarschVogelgrippe bei Schwan am Bodensee nachgewiesen

Laut dem Bund wird dieses Virus auch die Schweiz heimsuchen. Kontakte zwischen Hausgeflügel und Wildvögel müssen unbedingt verhindert werden.

Hochansteckender Virus:  Ein Schwan setzt auf dem Bodensee zur Landung an.
Hochansteckender Virus: Ein Schwan setzt auf dem Bodensee zur Landung an.
Foto: Felix Kästle (Keystone/Symbolbild)

Bei einem Schwan in Konstanz wurde die Vogelgrippe nachgewiesen: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) geht davon aus, dass diese Grippenart auch in die Schweiz kommen wird.

Der positiv getestete Schwan wurde auf deutschem Boden nahe der Schweizer Grenze tot aufgefunden, wie das BLV weiter schreibt. Bei ihm sei der hochansteckende Virus-Subtyp H5 nachgewiesen worden. Nach aktuellem Wissensstand sei die jetzt zirkulierende Vogelgrippe nicht auf den Menschen übertragbar.

Zum Schutz des Hausgeflügels müssten aber vorsorgliche Massnahmen ergriffen werden. Kontakte zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln müssten verhindert werden.

Personen, die auf tote oder kranke Wildvögel stossen, werden vom BLV aufgerufen, diese nicht zu berühren. Solche Tiere seien der zuständigen Wildhut beziehungsweise dem zuständigen Veterinärdienst zur Bergung und Untersuchung zu melden.

Die Fälle von Vogelgrippe bei wildlebenden Wasservögeln haben seit Ende Oktober in Nordeuropa stark zugenommen. Mit dem Vogelzug hat sich das Virus nach Westen und Süden ausgebreitet. Die Wildwasservögel, die in der Schweiz überwintern, sind bereits angekommen und bleiben gegenwärtig stationär. Das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen beobachtet die Situation aufmerksam.

SDA/fal

7 Kommentare
    Sacha Meier

    «…Nach aktuellem Wissensstand sei die jetzt zirkulierende Vogelgrippe nicht auf den Menschen übertragbar.» Keine Bange. Auch wenn dieser hochinfektiöse Subtyp von H5 noch nicht auf den Menschen übergesprungen ist, dürfte die Zoonose bei einem besser passenden Subtyp bloss eine Frage der Zeit sein. Wie schon bei H1N1 des Subtypus A - der Erreger der Spanischen Grippe. Und das ist kein billiges Schreckmümpfeli. Das genetische Grundgerüst von A/H1N1 ist nie verschwunden. In lokalen Epdidemien ist es immer wieder aufgepoppt. Zuletzt 2009. Durch Rekombination ist es als Schweinegrippe nur noch aggressiver geworden und neue Typen befallen bereits in China Menschen - ohne dass sie noch (!) daran erkranken. Die Überbevölkerung und Massentierhaltung begünstigen halt diese Entwicklungen. Auf Wikipedia findet sich darum unter dem Eintrag "Liste von Subtypen des Influenza-A-Virus" auch eine immer länger werdende Liste. Eben auch mit dem H5-Basiserreger. Im Gegensatz zu Asien könnte die westliche Zivilisation gar nicht mehr auf eine derartige Pandemie adäquat reagieren und würde wohl erheblich dezimiert werden.