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Schneechaos in der Schweiz+++ Post fällt in mehreren Regionen aus +++ Verkehrschaos und eine Lawine +++ Schneefall im Zeitraffer

Die grosse Menge Neuschnee sorgt in der Schweiz für Chaos auf den Strassen und im Bahnverkehr. Wir berichten laufend.

Region Goms ist eingeschneit
Das Goms ist eingeschneit: Wegen Lawinengefahr sind die Strassen gesperrt, auch die Züge verkehren nicht mehr. Die Gemeinde Obergoms rechnet mit «mehrfachen grossen spontanen Lawinen».
Video: Tamedia

Das Wichtigste in Kürze:

  • Seit Dienstag gibt es in der Schweiz teils starke Schneefälle.

  • Bis Freitagabend sind in den Nordalpen nochmals verbreitet 50 bis knapp 100 Zentimeter Neuschnee zu erwarten.

  • Im zentralen und östlichen Mittelland ist vielerorts mit 15 bis 30 Zentimeter Schnee zu rechnen.

  • Zu erwarten sind Störungen im Bahnverkehr und Beeinträchtigungen auf der Strasse.

  • Die Lawinengefahr ist akut.

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Schneefall im Zeitraffer

In den letzten 24 Stunden sind in Teilen der Schweiz rekordverdächtige Schneemengen gefallen. Webcam-Aufnahmen zeigen, wie Schnell die Schneedecke über Nacht und am Morgen gewachsen ist.

So schnell ist die Schneedecke gewachsen.
Video: Swiss Webcams / Windy.com
Wegen Schnee in einigen Regionen keine oder verspätete Post

Die Post muss in einigen Regionen vor den aussergewöhnlich grossen Schneemengen kapitulieren. Namentlich der Ostschweiz wird am Freitag an zahlreichen Orten keine Post zugestellt oder die Briefe und Pakete kommen mit Verspätung, wie die Post schreibt.

Keine Post mehr gibt es etwa in der Zustellregion Winterthur. Die Zustellung wurde nach Angaben der Post von Ende Vormittag grösstenteils eingestellt oder abgebrochen. Die Post begründet das mit der Sicherheit. Briefe und Pakete sollen nach Möglichkeit am Samstag zugestellt werden.

Keine Briefe verteilt werden in der Region St. Gallen – Appenzell. «Die Schnee- und Verkehrssituation ist schlicht zu gefährlich für die Dreirad-Elektroroller», schreibt die Post dazu. Die Briefe sollen nach Möglichkeit am Samstag gebracht werden. Hingegen werden Pakete am Freitag ausgeliefert, allerdings mit Verspätung.

Auch in Graubünden können die Briefträgerinnen und Briefträger am Freitag Briefe und Pakete nicht überallhin bringen. Keine Pakete und nur ein Teil der Briefe werden wegen unterbrochener Verkehrswege zum Beispiel im Engadin zugestellt. Selbst in Chur seien nicht alle Strassen befahrbar, schreibt die Post.

Keine Post gibt es auch in der Walliser Region Goms im Wallis, da die Zufahrtsstrasse gesperrt ist, wie die Post schreibt.

Schneemassen bringen viele Bäume zu Fall

Bei der Schaffhauser Polizei und der Feuerwehr laufen die Telefone heiss. Wegen der Schneemassen sind auf dem ganzen Kantonsgebiet Dutzende Bäume auf Strassen, geparkte Autos und Stromleitungen gestürzt. Lastwagen blieben in Schnee stecken. Personen kamen nicht zu Schaden.

So fielen etwa rund ein Dutzend Bäume in der Nacht auf Freitag auf die Fahrbahn der A4 und den Veloweg zwischen der Stadt Schaffhausen und Thayngen, wie die Schaffhauser Polizei auf Anfrage mitteilte. In Neuhausen am Rheinfall kippten Bäume auf geparkte Autos. Verschiedene Strassen mussten wegen Glatteis vorübergehend gesperrt werden.

In Stein am Rhein und in der Stadt Schaffhausen blieben Busse stecken. Heruntergefallene Äste beschädigten Stromleitungen und in der Stadt Schaffhausen fiel ein Strommast um.

Auch der öffentliche Verkehr war am Freitagvormittag noch teilweise eingeschränkt. Linien fielen ganz aus oder Haltestellen wurden nicht bedient.

Unfälle und blockierte Strassen – Fahrzeuge stecken im Schnee fest

Die Schneefälle haben auf den St. Galler Strassen seit Mittwochabend zu rund 60 Unfällen geführt. Viele Lastwagen und Autos blieben stecken, Strassen wurden durch umgestürzte Bäume blockiert. Auch der Bahnverkehr ist beeinträchtigt.

Bei Verkehrsunfällen wurden vier Personen leicht verletzt, wie die Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Etwa 100 Mal musste die Polizei wegen stecken gebliebener Lastwagen und Autos helfen. Viel Arbeit verursacht der Schnee auch den Feuerwehren, die rund 80 Mal ausrückten, um Bäume und Äste von Strassen wegzuräumen.

Vielerorts sind laut Polizei Strassen gesperrt und Umleitungen eingerichtet. Teilweise bleiben die Umleitungen voraussichtlich bis Montag bestehen. Auch der Bahnverkehr ist beeinträchtigt. Laut SBB ist zwischen St. Gallen und Wil mit Zugsausfällen und Verspätungen zu rechnen.

In der Stadt St. Gallen funktionierte der Busverkehr am Freitagmorgen eingeschränkt. Auch hier kam es zu Verspätungen. Gemäss Wettervorhersage sollten die starken Niederschläge ab Freitagmittag nachlassen.

Bei der kantonalen Notrufzentrale im Thurgau gingen rund 150 Meldungen ein wegen umgestürzter Bäume. Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr standen deswegen an verschiedenen Orten im Einsatz. Die Kantonspolizei warnte davor, in Wäldern oder an Waldrändern zu spazieren.

Erneuter Lawinenniedergang in Seedorf UR

Im Kanton Uri bleibt die Lawinengefahr nach den starken Schneefällen hoch. In Seedorf kam es zu einem zweiten Abgang der Fischlauwi-Lawine. Mehrere Strassenabschnitt bleiben wegen Lawinengefahr mindestens bis Samstag gesperrt.

Wie die Kantonspolizei Uri am Freitag mitteilte, ist um 8.30 Uhr in der Gemeinde Seedorf erneut die Fischlauwi-Lawine abgegangen. Personen wurden von den Schneemassen nach ersten Erkenntnissen nicht erfasst.

Die Fischlauwi-Lawine war bereits am Donnerstag bis zur Kantonsstrasse, die Seedorf mit Bauen verbindet, niedergegangen. Die Strasse ist seither gesperrt. Über eine Freigabe der Strasse wird am Freitagnachmittag entschieden.

Andermatt nur mit Bahn erreichbar

Gleiches gilt für die Strassenverbindung Unterschächen-Urigen sowie die Strasse durch die Schöllenen, die Göschenen mit Andermatt verbindet. Diese wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. Andermatt ist zur Zeit nur mit der Bahn erreichbar. In Göschenen seien alle Parkplätze belegt, teilte die Kantonspolizei Uri mit.

Bis mindestens am Samstag gesperrt bleiben die Furkastrasse zwischen Hospental und Realp, die Sustenstrasse zwischen Wassen und Färnigen, die Klausenstrasse zwischen Lintthal GL und Urnerboden sowie im Urner Reusstal die Kantonsstrasse Gurtnellen-Wassen.

Die Kantonspolizei Uri weist darauf hin, dass die Lawinengefahr im Kanton Uri als «gross» (Stufe 4) eingestuft werde. Es seien deswegen auch diverse Gemeindestrassen gesperrt. Die Autobahn A2 sei für den Schwerverkehr seit Freitag 5 Uhr aber wieder passierbar.

Lastwagen blockiert Autobahnzufahrt

Verkehrsunfälle gab es im Kanton Uri trotz des Neuschnees seit Donnerstagabend aber kaum. Aus anderen Zentralschweizer Kantonen wurde dagegen eine Vielzahl von Unfällen gemeldet, meist blieb es bei Blechschäden. Am Freitagmorgen stellte sich etwa auf der Autobahneinfahrt Steinhausen ZG ein Lastwagen quer und blockierte diese, wie die Zuger Polizei per Twitter mitteilte.

Auch im Kanton Schwyz wurde eine Strasse nach einem Lawinenniedergang gesperrt, nämlich die Suworowstrasse in Ibach. Die Ibergereggstrasse ist aus Sicherheitsgründen zwischen der Passhöhe und Oberiberg gesperrt, weil Bäume auf die Strasse stürzen könnten.

Schneefälle bremsen den Bahnverkehr

Die rekordverdächtigen Schneefälle in der Schweiz haben auch am Freitagmorgen auf dem Bahnnetz zu zahlreichen Störungen geführt. Die SBB meldeten eine ganze Reihe von Behinderungen. Nachfolgend ein Auszug:

In Zürich, wo wegen des vielen Schnees keine Trams und Busse fahren, ist unter anderen Linien auch die Zugstrecke Stadelhofen- Zürich Tiefenbrunnen unterbrochen. Grund ist eine Barrierenstörung, sämtliche Züge fallen aus. Unterbrochen ist auch die Strecke Zürich Triemli-Uetliberg.

Der Bahnverkehr zwischen Uster und Wetzikon ZH ist unterbrochen, sämtliche Züge fallen aus. Der Bahnverkehr zwischen Winterthur und St. Gallen ist beeinträchtigt wegen starken Schneefalls. Es ist mit Verspätungen, Zugausfällen und Umleitungen zu rechnen. Die Dauer der Einschränkung ist unbestimmt.

Unter anderem ebenfalls immer noch gesperrt seit dem Lawinenniedergang vom Vortag ist die Linie Brienz-Interlaken im Berner Oberland. In Graubünden ist wegen immer noch starken Schneefalls die Strecke zwischen Sumvitg-Cumpadials und Disentis/Mustér unterbrochen.

Der Bahnverkehr zwischen Buchs SG und Feldkirch (A) ist unterbrochen, ebenfalls die Linien Basel-Strassburg.

72-Jährige im Schwarzwald von schneebeladenem Baum erschlagen

Ein unter Schneelast zusammengebrochener Baum hat im Schwarzwald eine Frau erschlagen. Die 72-Jährige war am Donnerstag nahe Wittlingen im baden-württembergischen Landkreis Lörrach, direkt an der Schweizer Grenze, mit ihrem Hund im Wald unterwegs. Als sie nach längerer Zeit nicht nach Hause zurückkehrte, alarmierten Angehörige die Polizei.

Die Frau wurde am Abend schwer verletzt und unterkühlt gefunden, der Baum lag teilweise auf ihr. Sie wurde von Polizisten reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo sie in der Nacht starb. Der Rettungseinsatz gestaltete sich laut Polizei gefährlich, weil währenddessen weitere Bäume umfielen. Weitere Verletzte gab es aber nicht. Die Polizei warnte vor der Gefahr durch umstürzende Bäume.

Unfälle im Kanton Zug

Der Schneefall hat im Kanton Zug zwischen Donnerstagmittag und Freitagmorgen neun Verkehrsunfälle mitverursacht. Eine Person sei leicht verletzt worden, teilten die Strafverfolgungsbehörden mit.

Die meisten Unfälle seien passiert, weil Fahrzeuge auf verschneiten Strassen ins Schleudern geraten seien, hiess es weiter. Meist sei dabei nur Blechschaden entstanden. Eine Person habe sich aber leicht verletzt und sei zur Kontrolle ins Spital gebracht worden.

Eine weitere Folge des Schnees war, dass Äste abbrachen und Bäume umstürzten. Solche Ereignisse seien der Polizei in der Nacht rund ein halbes Dutzend Mal gemeldet worden, teilten die Strafverfolgungsbehörden weiter mit.

Im Aargau sind 60 Strassen gesperrt

Im Kanton Aargau ist das Schneechaos auf den Strassen gewaltig, wie eine Mediensprecherin von Viasuisse zu 20min.ch sagt: «Es gibt momentan 60 Strassenschliessungen, 30 Feuerwehren sind im Einsatz.» Die Kantonspolizei bestätigt die Zahlen. «Es sind wahrscheinlich sogar mehr als 30 Feuerwehren, die im Wechsel arbeiten. Sie räumen umgefallene Bäume von den Strassen, übernehmen Verkehrsdienst, wo es nötig ist und helfen, von den Strassen abgekommene Autos zu bergen.»

Verletzte hat es gemäss Kantonspolizei in der Nacht keine gegeben. Dennoch wird empfohlen, wenn möglich zuhause zu bleiben und Homeoffice zu machen.

Kein Busbetrieb mehr in Schaffhausen

Wegen heftiger Schneefälle musste der Kanton Schaffhausen seinen Busbetrieb einstellen, wie 20min.ch schreibt. Betroffen seien sämtliche Linien der Verkehrsbetriebe Schaffhausen. Der Ausfall dauere bis auf Weiteres.

Auch in Schaffhausen verkehren momentan keine Busse mehr.
Auch in Schaffhausen verkehren momentan keine Busse mehr.
Foto: Leserreporter 20 Minuten (14. Januar 2021)
Lawingengefahr bleibt gross

Weiterhin gross bleibt die Lawinengefahr in den Schweizer Alpen, und zwar auf der zweithöchsten Stufe 4. Betroffen sind der Alpennordhang ohne Voralpen, das gesamte Wallis, grosse Teile Graubündens und die nördlichsten Gebiete des Tessins. In den übrigen Schweizer Alpen und im Jura besteht erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3), wie das Davoser Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF am Donnerstag warnte.

Verkehsrchaos und Lawinen in Uri

Der Kanton Uri kämpft gegen die Schneemassen: Bis am Donnerstagnachmittag gingen vier Lawinen nieder. Verletzt wurde niemand. Zudem ist die Gotthardautobahn in Fahrtrichtung Süden für den Schwerverkehr ab Erstfeld gesperrt. Wegen Lawinengefahr zu ist auch die Strecke zwischen Göschenen und Andermatt.

In der Urner Gemeinde Seedorf ging in der Nacht auf Donnerstag kurz nach zwei Uhr bei der sogenannten Fischlauwi eine Lawine bis zur Kantonsstrasse nieder. Diese wurde vier Meter hoch verschüttet, wie die Kantonspolizei Uri mitteilte. Personen oder Gebäude kamen nicht zu Schaden. Die Kantonsstrasse zwischen Seedorf und Bauen, Höhe Bolzbach, bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

Eine Lawine verschüttete die Kantonsstrasse zwischen Seedorf und Bauen.
Eine Lawine verschüttete die Kantonsstrasse zwischen Seedorf und Bauen.
Foto: Urs Flüeler (Keystone/14. Januar 2021)

Auch in Bristen kam es zu einem Lawinenniedergang im Bristenlauital. Um 04.38 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein. Zu Schäden an Menschen oder Gebäuden kam es auch hierbei nicht. Ebenso nicht nach den zwei weiteren Lawinen, die im Verlauf des Tages niedergingen: eine im Teiftal sowie eine im Langlauital in der Gemeinde Silenen.

Wegen Lawinengefahr sind die Strecken zwischen Göschenen und Andermatt sowie zwischen Hospental und Realp sowie zahlreiche andere Strassenabschnitte gesperrt.

Weil das Autobahnteilstück zwischen Amsteg und Göschenen schneebedeckt ist, musste der Schwerverkehr auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld angehalten werden. Bei der Polizei gingen zudem verschiedene Meldungen zu übergelaufenen Bächen sowie Strassen und kleineren Murgängen ein.

Fast 150 Verkehrsunfälle in Zürich und der Ostschweiz

Die Kantonspolizei St. Gallen ist von Mittwochabend bis Donnerstagnachmittag wegen der winterlichen Strassenverhältnisse zu 37 Verkehrsunfällen ausgerückt. Vier Personen wurden leicht verletzt. Auch im Kanton Thurgau sind rund 30 Kollisionen gezählt worden. Eine 33-jährige Frau sei bei einem Unfall zwischen zwei Autos in Güttingen leicht verletzt worden, teilte die Thurgauer Polizei mit.

Bis zum Donnerstagnachmittag zählte die Kantonspolizei Zürich über 80 Verkehrsunfälle, davon acht mit Verletzten. Ausserdem gab es mehr als 50 Verkehrsbehinderungen, etwa durch liegengebliebene Fahrzeuge oder umgestürzte Bäume.

Meist führte unangepasste Fahrweise oder mangelnde Winterausrüstung zu den Unfällen, wie ein Sprecher der Kantonspolizei sagte. Auch der öffentliche Verkehr hatte mit Schnee und glatten Strassen zu kämpfen.

Der starke Schneefall führte in diversen Kantonen zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen.
Der starke Schneefall führte in diversen Kantonen zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone/14. Januar 2021)
Bahnverkehr im Landwassertal unterbrochen

Der Bahnverkehr zwischen Klosters Platz und Davos Platz ist wegen den starken Schneefalls bis Betriebsschluss unterbrochen. Sämtliche Züge fallen aus, meldet die SBB. Es verkehrt ein Ersatzbus zwischen den beiden Ortschaften. Offenbar ist der Wolfgang noch offen. Die SBB raten generell von Reisen nach Graubünden ab.

Verkehr auf Schiene und Strasse gestört

Der Winter hat die Schweiz im Griff - so sieht die Bilanz am späteren Donnerstagnachmittag aus. Mehrere Lawinen sind niedergegangen, Menschen und Gebäude blieben dabei jedoch verschont. Der viele Neuschnee unterbrach zahlreiche Verkehrswege. Einige Orte waren nicht mehr via Strasse oder Zug erreichbar.

Meteoschweiz meldete starken und teils anhaltenden Schneefall im Jura und in den Alpen sowie im zentralen und östlichen Flachland. Zusätzlich würden bis Freitagabend in Teilen des Alpennordhanges 50 bis 110 Zentimeter Neuschnee erwartet und in Teilen des östlichen Mittellandes 20 bis 40 Zentimeter.

In Arosa fiel laut Meteonews innert 48 Stunden genau ein Meter Neuschnee. Und es schneit noch weiter.
In Arosa fiel laut Meteonews innert 48 Stunden genau ein Meter Neuschnee. Und es schneit noch weiter.
Foto: Meteonews/Twitter

In den Bergen schneite es bereits in der Nacht auf Donnerstag stark. So kamen etwa in Arosa seit Mittwoch 65 Zentimeter Neuschnee hinzu, wie Meteonews auf Twitter schrieb. Und es schneite kräftig weiter. In Arosa gab es in den vergangenen 40 Jahren nur drei Mal mehr Neuschnee, wie Meteoschweiz auf Twitter zu berichten wusste.

Flughafen Basel-Moulhouse vorübergehend geschlossen

Der EuroAirport Basel-Mülhausen hat am Donnerstagnachmittag wegen heftiger Schneefälle die Landebahn vorübergehend schliessen müssen. Starts und Landungen seien deshalb zurzeit nicht möglich, hiess es auf der Webseite des Flughafens. Die Flugpassagiere wurden gebeten, sich direkt mit ihrer jeweiligen Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen.

Bezirk im Wallis abgeschnitten

Der Bezirk Goms ist derzeit von der Aussenwelt abgeschnitten. Über 4000 Einwohner sind davon betroffen. Wegen Lawinengefahr ist seit Stunden die Strasse von Ober- bis Niederwald gesperrt. Wie es im neusten Lawinenbulletin heisst, ist die Lawinengefahr aufgrund der ungünstigen Altschneeoberfläche und der grossen Menge an Neuschnee sehr hoch.

Post muss Touren abbrechen

Die starken Schneefälle erschweren auch die Arbeit der Post-Angestellten. In einigen Regionen der Schweiz muss mit Verspätungen gerechnet werden, wie die Post auf Twitter mitteilt. «Vereinzelt wurden Touren gar eingestellt.»

A13 in Graubünden wegen Schnees gesperrt

Die schneebedeckte Autobahn A13 im Kanton Graubünden ist seit Donnerstag 13.30 Uhr Richtung Süden gesperrt. Viasuisse schrieb von einer «prekären Situation». Als Alternative wird die A2 via Gotthardtunnel empfohlen.

Die Sperrung der San-Bernardino-Route A13 erfolgte zwischen Maienfeld und Landquart. Der Abschnitt zwischen Thusis-Süd und Bellinzona-Nord ist zudem für Lastwagen mit Anhänger und Sattelschlepper gesperrt. Ebenfalls für den Schwerverkehr nicht passierbar ist die A2 im Kanton Uri zwischen Erstfeld und Göschenen. Die Lastwagen werden im Warteraum Ripshausen angehalten.

Luftmassengrenze liegt mitten über der Schweiz

Gemäss Meteonews ist die Luftmassengrenze am Donnerstagmittag mitten über der Schweiz gelegen. Östlich der Linie Basel-Aargau-Luzern ist es winterlich mit Schnee bis in tiefe Lagen, westlich davon liegt die Schneefallgrenze auf 700 bis 1000 Metern.

Im Tessin dagegen sorgt der Nordföhn für 14 Grad, wie es auf Twitter weiter hiess. Meteoschweiz meldete starken und teils anhaltenden Schneefall im Jura und in den Alpen sowie im zentralen und östlichen Flachland.

SDA

29 Kommentare
    Samuel Ammon

    Es hat auch etwas GUTES ! Kaum jemand kommt nun auf die Idee, in die Berge zum Skilaufen zu fahren - Corona lässt grüssen !