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Supreme CourtVerfassungsrichterin Ginsburg erneut im Spital

Die 87-jährige Richterin am Obersten Gericht der USA liegt mit einer Infektion im Krankenhaus. US-Präsident Donald Trump schickt Genesungswünsche.

Ihr Gesundheitszustand wird aufmerksam verfolgt: Ruth Bader Ginsburg, Richterin am Obersten Gericht der USA. (Archivbild)
Ihr Gesundheitszustand wird aufmerksam verfolgt: Ruth Bader Ginsburg, Richterin am Obersten Gericht der USA. (Archivbild)
Keystone/Patrick Semansky

Ruth Bader Ginsburg, eine Richterin am Obersten Gericht der USA, ist wegen eines Verdachts auf eine Infektion erneut im Krankenhaus. Die 87-Jährige erhole sich im Johns Hopkins Hospital in Baltimore im US-Staat Maryland, erklärte der Supreme Court am Dienstagabend. Die Ärzte hätten eine Endoskopie durchgeführt, um einen im vergangenen Jahr gelegten künstlichen Gallengang zu reinigen. Ginsburg bekomme nun intravenös Antibiotika und werde «einige Tage» im Krankenhaus bleiben, hiess es weiter.

Die liberale Richterin hat bereits vier Krebserkrankungen überlebt. Im Mai war sie in dem Krankenhaus in Baltimore auch wegen einer gutartigen Entzündung der Gallenblase behandelt worden. Ginsburg war 1993 vom demokratischen Präsidenten Bill Clinton ernannt worden. Die zierliche Frau ist für ihre scharfe Argumentationsweise und als Vorreiterin für Frauenrechte bekannt. Ihr Leben und Wirken ist Gegenstand mehrerer Filme und Bücher. Viele Liberale feiern sie als Ikone. Ihr Gesundheitszustand wird aufmerksam verfolgt: Ihr Rückzug könnte US-Präsident Donald Trump und seinen Republikanern eine weitere Richterstelle im Supreme Court geben.

«Ich wünsche ihr das Allerbeste», sagte Trump am Dienstagabend im Weissen Haus, nachdem ihn ein Journalist bei einer Pressekonferenz nach Ginsburgs Krankenhausaufenthalt gefragt hatte.

Die neun Richter des Obersten Gerichts haben in den USA häufig das letzte Wort in Auseinandersetzungen um wichtige Gesetze oder gesellschaftliche Fragen. Die Richter werden vom US-Präsidenten auf Lebenszeit ernannt und müssen vom Senat bestätigt werden.

SDA