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Schwerverletzter in ThalwilVelofahrer nach Horrorunfall zu Geldstrafe verurteilt

Ein 50-Jähriger verweigerte einem anderen Velofahrer den Vortritt. Dieser stürzte und blieb gelähmt. Der Unfallverursacher, ein Verkehrspolizist, wird zu einer bedingten Geldstrafe von 130 mal 80 Franken verurteilt.

Ein Einzelrichter am Bezirksgericht Horgen musste den schweren Velounfall beurteilen.
Ein Einzelrichter am Bezirksgericht Horgen musste den schweren Velounfall beurteilen.
Foto: Moritz Hager

Am 9. Mai 2018 kam es in Thalwil zu einer schicksalhaften Begegnung zweier Velofahrer. Einer fuhr auf der Kühgasse talwärts aus dem Wald auf die Kreuzung Dorfstrasse/Berghaldenstrasse zu. Obwohl er nicht vortrittsberechtigt war, soll er die Kreuzung, ohne anzuhalten, überquert haben. Ein zweiter Velofahrer, der auf der Dorfstrasse unterwegs war, musste abrupt bremsen mit fatalen Folgen. Der Mann stürzte schwer, im Halsbereich zerriss das Rückenmark, er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und einen kurzen Herzstillstand. Seit dem Unfall ist er vom Hals abwärts gelähmt. Der Unfallverursacher musste sich am Bezirksgericht Horgen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Körperverletzung und pflichtwidriges Verhalten bei einem Unfall vor. Gemäss Anklage ist der 50-Jährige einfach weitergefahren, während sich Passanten um den Schwerverletzten kümmerten. Den Unfall habe der Mann, der ausgerechnet als Verkehrspolizist arbeitet, verursacht, indem er dem Opfer den Vortritt nahm.

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