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Reaktion auf steigende ZahlenUnispital muss nicht dringliche Eingriffe aufschieben

Das Universitätsspital Zürich schafft mehr Kapazitäten für Covid-Patienten.

Die Notfallstation des Unispitals war in den letzten Wochen stark gefordert.
Die Notfallstation des Unispitals war in den letzten Wochen stark gefordert.
Foto: Keystone

Das Zürcher Universitätsspital muss nach eigenen Angaben seit Mittwoch nicht dringliche Eingriffe in einigen Abteilungen absagen, verschieben oder auslagern. So sollen Kapazitäten für Covid-Patienten geschaffen werden.

Es bestünden für alle relevanten Bereiche aber Stufenpläne, um die Kapazitäten erweitern zu können, teilte das Universitätsspital Zürich (USZ) am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Welche Abteilungen im Einzelnen betroffen sind oder wie viele Eingriffe nicht stattfinden können, konnte das Spital nicht beantworten.

Am Universitätsspital Zürich waren am Mittwoch 14 Covid-Patienten auf der Intensivstation und 38 auf den Bettenstationen untergebracht. Im gesamten Kanton waren 336 hospitalisiert, davon 52 auf Intensivstationen. Kantonsweit mussten 33 beatmet werden. Bisher starben 198 Menschen im Kanton mit einer Corona-Infektion.

Spitäler kooperieren

Die nicht dringlichen Eingriffe, die am USZ nicht abgesagt oder verschoben werden, werden an das USZ Flughafen ausgelagert. Unter den Krankenhäusern im Kanton Zürich bestehen Abmachungen zur gegenseitigen Entlastung.

So werden etwa Covid-Patienten proportional zur Spitalgrösse zugeteilt. Damit wollen die Spitäler verhindern, dass es wie bei der ersten Welle zu einer ungleichen Verteilung der Erkrankten kommt. Im Frühling war etwa das Zürcher Stadtspital Triemli und Waid übermässig belastet.

Steigen die Patientenzahlen weiter an, können die Spitäler ihre Kapazitäten noch ausbauen. Das Problem sind dabei aber nicht primär die Betten oder Beatmungsgeräte, sondern die fehlenden Mitarbeitenden. Die Betreuung eines Covid-Patienten ist laut den Spitälern zwei- oder gar dreimal so aufwendig wie die Pflege eines «normalen» Patienten.

SDA