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Zutritts-Stempel lanciert Stadtzürcher Budgetdebatte

Die SVP will den Beitrag an das Jugendkulturhaus Dynamo streichen. Grund dafür ist ein Zutritts-Stempel mit der Aufschrift «F CK SVP».

Konzertbesucher des Dynamo erhielten einen Zutritts-Stempel mit der Aufschrift «F CK SVP» - das passt der Schweizerischen Volkspartei gar nicht.
Konzertbesucher des Dynamo erhielten einen Zutritts-Stempel mit der Aufschrift «F CK SVP» - das passt der Schweizerischen Volkspartei gar nicht.
Keystone

Zwar neigt sich erst der Sommer dem Ende entgegen, aber bereits wirft die Budgetdebatte vom Dezember in der Stadt Zürich ihre Schatten voraus. Wie die SVP mitteilte, will sie den Beitrag an das Jugendkulturhaus Dynamo «ersatzlos streichen» - wegen eines «beleidigenden Zutritts-Stempels».

Im städtischen Jugendkulturhaus Dynamo trat am Dienstag die US-amerikanische Metal-Band Soulfly auf. Konzertbesucher erhielten einen Zutritts-Stempel mit der Aufschrift «F CK SVP».

Gemeint sei damit «unmissverständlich FUCK SVP», teilte die Partei am Donnerstag mit. Diese stark beleidigende Aussage in einem zu 100 Prozent aus Steuergeldern finanzierten Betrieb dürfe von der Stadt «in keiner Art und Weise» geduldet werden.

Die Stadt Zürich und die Leitung des Jugendkulturhauses entschuldigen sich bei der Partei und betonen in einer gemeinsamen Mitteilung, dass die Botschaft auf dem Stempel «in keiner Art und Weise» ihrer Haltung gegenüber der SVP entspreche.

Missgriff in Stempel-Kiste

Dass der Stempel überhaupt zum Einsatz kam, sei durch eine Verkettung unglücklicher Umstände möglich geworden, sagte Beatrice Henes, Sprecherin der Sozialen Dienste der Stadt Zürich, auf Anfrage der Nachrichtenangentur sda.

Der private Konzertveranstalter, der den Raum im Dynamo gemietet hatte, habe keinen Eingangs-Stempel dabei gehabt. In der Hitze des Gefechts habe dann ein Dynamo-Mitarbeiter in eine Stempel-Kiste mit zurückgelassenen Stempeln anderer Veranstalter gegriffen.

Leider habe der Mitarbeiter den Aufdruck des Stempels nicht mehr kontrolliert. Sein Missgriff sei jedoch ohne Absicht erfolgt, sagte Henes weiter. Alle Mitarbeitenden seien auf Politisches sensibilisiert.

In der Politik könnte der Stempel-Vorfall dennoch einen Abdruck hinterlassen. Wie die SVP schreibt, wird die Gemeinderatsfraktion anlässlich der Debatte im Dezember den Dynamo-Kredit im Budget des Sozialdepartements «ersatzlos streichen», sollten sich solche Vorkommnisse wiederholen.

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