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Zürich isst günstig und gesund

Die Stadtzürcher geben weniger Geld fürs Essen aus. Laut einer Studie der Stadt Zürich legen sie wert auf gesunde Ernährung.

Stadtzürcher geben weniger Geld für Lebensmittel aus. Sie ernähren sich aber gesünder.
Stadtzürcher geben weniger Geld für Lebensmittel aus. Sie ernähren sich aber gesünder.
Symbolbild, Keystone

Zürcherinnen und Zürcher geben 10 Prozent ihres Haushaltsbudgets fürs Essen aus. Vor hundert Jahren noch machten die Lebensmittel die Hälfte der Ausgaben aus. Dies zeigt eine Studie von Statistik Stadt Zürich, die im Rahmen der Aktion «Zürich isst» heute veröffentlicht wurde.

Seit 1912 ist der Anteil der Nahrungsmittel an den Gesamtausgaben kontinuierlich gesunken, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Stadt Zürich und der Stiftung Mercator Schweiz heisst. Die beiden Partner untersuchten im Zusammenhang mit der Aktion «Zürich isst» verschiedene Bereiche zum Thema Ernährung.

Machten vor 100 Jahren die Ausgaben für die Lebensmittel einen viel höheren Anteil aus als heute, zeigt sich bei den Kosten für Wohnen und Energie eine ganz andere Entwicklung. Heute geben Zürcherinnen und Zürcher einen Viertel ihres Budgets dafür aus, 1912 war es nur rund ein Sechstel.

Für Produkte der Körper- und Gesundheitspflege betrugen die Ausgaben 1912 zwei Prozent, heute sind es 15 Prozent. Weniger Geld ausgegeben als früher wird heute für Kleider und Schuhe. In den 1960er-Jahren waren dies 13 Prozent der Ausgaben, 2014 noch vier Prozent.

Güter kosten elf Mal mehr als früher

Doch die Aufteilung der Ausgaben zeigt nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite sind die Preise der Güter - auch sie haben sich in den vergangenen hundert Jahren stark verändert, wie die Studie zeigt. Aufgrund der Inflation ist das allgemeine Preisniveau in den letzten 100 Jahren deutlich gestiegen.

Heute kosten Güter verglichen mit 1909 rund elf Mal so viel. Auch Lebensmittel kosten ein Vielfaches von früher. So musste man damals für ein Kilogramm Kartoffeln 15 Rappen ausgeben, heute sind es rund drei Franken. Relativ gesehen - also inflationsbereinigt - sind gewisse Lebensmittel teurer, andere aber billiger geworden.

So sind Kartoffeln heute etwa doppelt so teuer wie vor hundert Jahren. Im Gegensatz dazu sind aber Vollmilch und Rindfleisch günstiger zu haben als damals, wie es weiter heisst. Milch kostet heute noch etwa die Hälfte, Rindfleisch etwa ein Sechstel weniger als 1909.

Mehr Frauen als Männer ernähren sich gesund

Neben dem Vergleich der Haushaltsausgaben und Lebensmittelpreise hat Statistik Stadt Zürich auch das Essverhalten untersucht. Etwa drei Viertel der Zürcherinnen und Zürcher achten auf ihre Ernährung - je höher die Schulbildung, desto wichtiger ist dieser Aspekt. Es fällt aber auch auf, dass mehr Frauen als Männer Wert darauf legen, sich gesund zu ernähren.

Galt das Angebot in Restaurants vor zwanzig Jahren noch als «ein Hindernis für gesunde Ernährung», ist das heute immer weniger so, wie die Untersuchung zeigt. Offensichtlich habe sich das Angebot derart verändert, dass man heute auch auswärts gesund essen könne.

Bemängelt werden von den Befragten eher die fehlende Zeit für die Zubereitung von Essen und die relativ hohen Preise für gesunde Lebensmittel. Die von der Schweizerischen Gesundheitsbefragung durchgeführten Interviews bestätigen ausserdem das Klischee, dass vor allem junge Frauen Diäten halten.

SDA/far

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