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Züri Fäscht erhält mehr Geld

Das Züri Fäscht erhält vom Kanton doppelt so viel Geld wie bis anhin. Der Grund: Die Sicherheitskosten sind gestiegen.

Am Züri Fäscht 2016 werden zwei Millionen Besucher erwartet. Diese Massen müssen gelenkt werden, damit es nicht zu einer Massenpanik kommt.
Am Züri Fäscht 2016 werden zwei Millionen Besucher erwartet. Diese Massen müssen gelenkt werden, damit es nicht zu einer Massenpanik kommt.
Keystone

Der Kanton Zürich verdoppelt seine finanzielle Unterstützung für das Züri Fäscht. Der Grossanlass wäre sonst für die Organisatoren nicht zu stemmen: Sie müssen, um Massenpaniken zu verhindern, mehr in das sogenannte «Crowd Management» investieren. Zudem müssen sie neu einen Beitrag an den ZVV leisten.

Das Züri Fäscht wird seit 1991 vom Zürcher Regierungsrat über Beiträge aus dem Lotteriefonds unterstützt. Für den vom 1. bis 3. Juli stattfindenden Grossanlass hat die Regierung nun deutlich mehr bewilligt als in früheren Jahren. Waren es 2013 noch 405'000 Franken, werden nun 800'000 Franken ausbezahlt.

Diese Erhöhung ist auf neu geltende Rahmenbedingungen zurückzuführen, die am Züri Fäscht 2016 zu organisatorischen, konzeptionellen und programmbezogenen Anpassungen führen. Wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte, kann der diesjährige Anlass nur bedingt mit den vorangegangenen Festen verglichen werden: «Das Züri Fäscht 2016 hat Pilotcharakter.»

Sicherheit kostet eine halbe Million Franken mehr

Insbesondere müssen die Massen aktiver gelenkt werden. Beim letzten Event vor drei Jahren war es beim Bürkliplatz zu einer brenzligen Situation gekommen. Wegen zu vielen Festbesuchern gab es gemäss Regierung «Ansätze von Massenpanik».

2016 werden wiederum rund zwei Millionen Besucherinnen und Besucher erwartet. Um deren Sicherheit zu gewährleisten, investieren die Organisatoren in sogenanntes «Crowd Management».

Die Umsetzung der neuen Massnahmen, die der organisierende Verein Zürcher Volksfeste gemeinsam mit der Stadtpolizei und externen Fachleuten erarbeitet hat, verursacht Zusatzkosten und Mindereinnahmen im Gesamtbetrag von rund einer halben Million Franken.

Die fehlenden Nachtzuschläge ausgleichen

Zudem muss der Verein in diesem Jahr erstmals dem Zürcher Verkehrsverbund ZVV eine Entschädigung entrichten. Denn angesichts des hohen Besucherandranges kann der ZVV keine Nachtzuschläge erheben, wie es im Bericht des Regierungsrates heisst.

Dem ZVV entsteht in den Züri-Fäscht-Nächten ein Einnahmenausfall von fast zwei Millionen Franken. Gemäss neuer Vereinbarung muss der ZVV nun nur noch rund die Hälfte dieser Einbusse selber tragen. 900'000 Franken wird neu der Verein Zürcher Volksfeste als Festbetreiber übernehmen.

Fest erzeugt Umsatz von 100 Millionen Franken

«Aufgrund dieser Ausgangslage erweist es sich als unmöglich, das Züri Fäscht 2016 ohne zusätzliche Beiträge von Stadt und Kanton Zürich zu finanzieren», schreibt der Regierungsrat. Da dem Züri Fäscht als Anlass eine «grosse Bedeutung» zukomme, sei die einmalige Erhöhung des kantonalen Beitrages aus dem Lotteriefonds auf 800'000 Franken gerechtfertigt.

Laut der Zürcher Regierung sieht das Budget des Vereins Zürcher Volksfeste für den dreitägigen Grossanlass einen Gesamtaufwand von über sieben Millionen Franken vor. Das Fest erzeugt für den Wirtschaftsraum Zürich einen Umsatz von rund 100 Millionen Franken.

SDA/ori

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