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Zürcher Stadtrat Gerold Lauber (CVP) tritt nicht mehr an

Zwölf Jahre im Zürcher Stadtrat sind genug: Gerold Lauber (CVP) wird bei den nächsten Wahlen nicht mehr antreten. Dies schrieb er in einer Kolumne im «Tagblatt der Stadt Zürich» vom Mittwoch.

Stadtrat Gerold Lauber tritt nicht mehr an.
Stadtrat Gerold Lauber tritt nicht mehr an.
Keystone

Gerold Lauber wählte für seine Ankündigung eine Kolumne im «Tagblatt der Stadt Zürich», in dem die amtlichen Bekanntmachungen publiziert werden. Zwölf Jahre seien genau richtig und genug, schrieb der 60-Jährige knapp. Bis 2018 werde er aber noch einiges erledigen.

Mit dem Verzicht des langjährigen Schul- und Sportvorstehers sind voraussichtlich zwei der neun Stadtratssitze neu zu besetzen. Auch FDP-Stadtrat Andres Türler, Vorsteher der Industriellen Betriebe, hat genug. Er verzichtet nach 16 Jahren auf eine weitere Amtszeit.

Noch nicht kommuniziert hat FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger, der aber erst seit 2014 im Stadtrat sitzt und erneut antreten dürfte. Alle anderen Stadträtinnen und Stadträte machten bereits publik, dass sie weitere vier Jahre die Stadt regieren wollen, auch Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) will ihr Amt behalten.

Niederlage bei Hardturm-Stadion

Lauber, der als «Geri für Züri» in den letzten Wahlkampf stieg, war während seiner Jahre im Stadtrat kein Mann lauter Worte. Der Walliser aus dem Dorf Täsch nahe Zermatt agierte eher zurückhaltend.

Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2006 veränderte sich die Volksschule rasant. Lauber baute das Betreuungsangebot massiv aus, Schulleiter wurden eingeführt, mehrere neue Schulhäuser geplant und gebaut. Im August 2016 startete der Schulvorsteher zudem das Pilotprojekt «Tagesschule 2025». Bis 2025 sollen alle Stadtzürcher Schulen Tagesschulen sein.

Als Laubers grösste Niederlage gilt das Nein der Zürcherinnen und Zürcher zum neuen Hardturm-Stadion im Jahr 2013. Mit 50,8 Prozent wurde der 220-Millionen-Franken-Kredit für das Fussballstadion abgelehnt.

Lauber hatte vor seiner Wahl in den Stadtrat als Schadenjurist beim Rückversicherer Swiss Re gearbeitet. Von 2000 war er Gemeinderat, ab 2002 Präsident der EVP/CVP-Fraktion. Er ist verheiratet, hat vier erwachsene Kinder und lebt seit 1983 im Quartier Schwamendingen.

CVP will Sitz verteidigen

Die CVP will den Sitz «unter allen Umständen» verteidigen, wie Markus Hungerbühler, Präsident CVP Stadt Zürich, auf Anfrage der sda sagte. Eine Findungskommission wird nun eine Ausschreibung machen. An der Delegiertenversammlung vom 4. Juli wird dann eine Kandidatin oder ein Kandidat nominiert.

Hungerbühler wird sich eine Kandidatur ernsthaft überlegen, wie er weiter sagte. Er finde das Amt reizvoll. Ebenfalls eine Kandidatur nicht ausschliessen will Nicole Barandun, Präsidentin CVP Kanton Zürich, wie sie gegenüber Regionaljournal Zürich/Schaffhausen sagte. Wenn sie sagen würde, «der Job interessiert mich nicht, wäre es gelogen».

GLP will in den Stadtrat

Einen Sitz im Stadtrat wollen die Grünliberalen. Die Eroberung eines Sitzes im Stadtrat sei eines der erklärten Wahlziele der Grünliberalen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Nomination wird an der Mitgliederversammlung vom 20. Juni stattfinden.

Im neunköpfigen Zürcher Stadtrat sitzen aktuell vier Mitglieder der SP, zwei der FDP und je ein Mitglied der AL, der Grünen und der CVP.

SDA/mcp

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