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Zürcher müssen weniger Prämien zahlen

Erstmals seit Langem sinken die Krankenkassenprämien im Kanton Zürich – um 0,4 Prozent. In der Schweiz steigen sie durchschnittlich um 0,2 Prozent.

Verschiedene Sparmassnahmen haben im Kanton Zürich die Reduktion der Krankenkassenprämien ermöglicht.
Verschiedene Sparmassnahmen haben im Kanton Zürich die Reduktion der Krankenkassenprämien ermöglicht.
Symbolbild, Keystone

Nachdem in den letzten drei Jahren die Krankenkassenprämien im Kanton Zürich jeweils leicht angestiegen sind, sinken sie 2020 leicht - und zwar um 0,4 Prozent. Dies liegt unter dem schweizerischen Durchschnitt, wo die Prämien um 0,2 Prozent steigen.

Im Kanton Zürich sinken die Prämien in allen Bereichen, wie das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag mitteilte. Zürich ist damit einer von zehn Kantonen (AG, BE, BS, LU, SH, SO, SZ, VD und ZG) in denen im nächsten Jahr weniger Prämien bezahlt werden müssen.

Junge Erwachsene profitieren am meisten

Am meisten profitieren - wie bereits im letzten Jahr - die jungen Erwachsenen. Bei ihnen sinken die Prämien im Kanton Zürich um 3,1 Prozent. In diese Zahlerkategorie sinkt die Belastung schweizweit, jedoch durchschnittlich nur um 2 Prozent. In Zürich bezahlen 19- bis 25-Jährige 2020 im Schnitt 261,80 Franken pro Monat.

Bei den Erwachsenen liegt die mittlere Prämienbelastung (alle Franchisen, alle Versicherungsmodelle) mit 364 Franken pro Monat ebenfalls unter dem Schweizer Durchschnitt von 374,40 Franken. Sie sinkt um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Landesweit steigen dort die Prämien moderat um 0,3 Prozent.

Einsparungen dank neuem Ärztetarif

Bei den Kindern sinken die Prämien 2020 im Kanton Zürich ebenfalls und zwar um 0,9 Prozent im Schnitt. Eltern bezahlen für ihren Nachwuchs demnach im nächsten Jahr 98,60 Franken pro Monat. Das ist praktisch gleich viel wie der schweizerische Durchschnitt, der bei 98,70 Franken liegt und im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt.

Das BAG sprach von «guten Neuigkeiten». So hätten verschiedene Massnahmen zur Kostendämmung zu dieser Entwicklung geführt. Die Revision des Ärztetarifs Tarmed etwa brachte Einsparungen in der Höhe von 500 Millionen Franken. Zudem habe durch das regelmässige Senken der Arzneimitteilpreise seit 2012 rund eine Milliarde Franken eingespart werden können.

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