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In Regensdorf lernen die Polizisten schiessen

Kantonspolizisten absolvieren ihre Schiessausbildung sowie das Training neu im Furttal. Anlässlich der Eröffnung der neuen Ausbildungsanlage zeigten die Profis, was die Polizeischülerinnen und -schüler künftig in Regensdorf erwartet.

Die Zürcher Kantonspolizisten haben in Regensdorf eine neue Schiessanlage erhalten.

Die Schüsse, die Fabian Kaul abfeuert, sitzen. Auf Kommando von Profi-Instruktor Stephan Neuhaus schiesst er aus verschiedenen Positionen und mit unterschiedlichen Waffen auf die Zielscheibe mit den farbigen Kreisen und Vierecken. Mal aus nächster Nähe, mal aus sieben oder zehn Metern Distanz – jeder Schuss ist dabei ein Treffer. Kein Wunder, Fabian Kaul ist alles andere als ein Anfänger, sondern spielt den Auszubildenden nur zu Demonstrationszwecken. Das gleiche Vorgehen zeigt sich einen Stock weiter oben. Hier lässt sich Christian Plattner von Raphael Furrer «verhaften». Zuerst die unkomplizierte Variante – Furrer schätzt Plattner als ungefährlich ein – , dann die sogenannte Stufe 2. In dieser könnte der Polizist sofort reagieren, falls nötig. «Wir müssen innert kürzester Zeit einen Angriff erkennen und adäquat reagieren können», erklärt Plattner.

Jederzeit einsatzbereit

Anlässlich der Einweihung des neue Ausbildungszentrums für die Kantonspolizei an der Trockenloostrasse zeigten die Profi-Instruktoren den geladenen Gästen, was angehende Kantonspolizisten künftig in Regensdorf lernen. «Man kann nicht genug betonen, wie wichtig ein regelmässiges Schiesstraining ist», sagte Regierungsrat und Baudirektor Markus Kägi in seiner Ansprache. Regierungsratskollege und Sicherheitsdirektor Mario Fehr freute sich über die zügige Umsetzung des erst im Mai 2016 beschlossenen Baus: «Mit dem Trockenloo verfügt die Kantonspolizei Zürich über eine optimale Infrastruktur für die Schiessausbildung, um die uns die anderen Kantone beneiden.» Er betonte auch, dass die Kantonspolizei letztmals im Jahr 2016 im Ernstfall die Waffen zücken musste. «Auch wenn die Polizisten ihre Waffe nicht einsetzen, müssen sie jederzeit fähig sein dazu. Denn jeder falsche Schuss ist fatal.» Die neue Anlage trage dazu bei, dass die Polizisten noch besser werden.

Rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei Zürich sind bewaffnet. Für die entsprechende Ausbildung und das Training benutzte die Kantonspolizei in der Vergangenheit hauptsächlich eine Schiessanlage auf dem Areal des Flughafens Zürich. Wegen Eigenbedarfs des Flughafens kann sie diese Anlage mittlerweile aber nicht mehr nutzen. Umso erfreuter zeigten sich die Anwesenden am Freitagnachmittag über den neuen Standort. Mario Fehr bezeichnete ihn gar als «Glücksfall» und Markus Kägi nannte das neue Ausbildungszentrum «einen sehr ansprechenden Bau, der sich gut in die Umgebung einfügt». Kägi betonte auch, dass das Gebäude gemäss Lärmschutzverordnung aufwändig gedämmt sei. «Somit dringt kein Schiesslärm nach aussen.»

Willkommen statt geduldet

Gebaut wurde das Ausbildungszentrum auf einem Areal, das sich bereits im Eigentum des Kantons Zürich befand. Für den Standort spricht ausserdem die Lage zwischen der Stadt Zürich und dem Flughafen. Kommandant Thomas Würgler fühlt sich jetzt schon sehr wohl in Regensdorf: «Hier werden wir nicht einfach nur geduldet, sondern hier sind wir willkommen», sagte er.

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